Österreich hält an Übergewinnsteuer fest
Österreich setzt sich weiterhin für eine europäische Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne ein, obwohl die EU-Kommission diese Initiative abgelehnt hat. Ein Sprecher von Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) erklärte gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“, dass Österreich die Forderungen weiterhin unterstützt und optimistisch bleibt, dass eine Einigung möglich ist.
Hintergrund der Forderung
Die Forderung nach einer Übergewinnsteuer entstand vor dem Hintergrund der steigenden Öl- und Gaspreise, die durch den anhaltenden Krieg beeinflusst werden. Österreich bedauert die derzeitige Haltung der EU-Kommission, die keinen Beitrag von Unternehmen fordert, die von ungeplanten Krisengewinnen profitieren.
Unterstützung durch mehrere Länder
Im April hatten die Finanzminister von Deutschland, Österreich, Italien, Portugal und Spanien in einem gemeinsamen Brief eine europäische Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne gefordert