Steuereinnahmen bleiben stabil
Die Steuereinnahmen in Deutschland bleiben trotz der sich verschlechternden Wirtschaftslage vorerst stabil. Laut einem Bericht des „Handelsblatts“, der sich auf Koalitions-, Regierungs- und Schätzerkreise beruft, wird die neue Steuerschätzung nur ein geringes Minus bei den einnahmen von Bund, Ländern und Gemeinden aufweisen.
Steuerschätzung und Wirtschaftsaussichten
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) wird die Steuerschätzung am Donnerstag vorstellen. die Bundesregierung hatte nach dem Ausbruch des Irankriegs ihre Wachstumsaussichten im April nach unten korrigiert. Die Prognose für dieses Jahr wurde auf 0,5 Prozent halbiert, während die Prognose für 2027 von 1,3 auf 0,9 prozent gesenkt wurde. Diese Wachstumsprognosen bilden die Grundlage für die Steuerschätzung. Regierungskreise erwarten, dass das Minus in den steuereinnahmen begrenzt bleibt.
Interne Steuerschätzungen
Im Kabinettsbeschluss zum Haushalt für 2027 wurde ein leichtes plus bei den Steuereinnahmen des Bundes in den Jahren 2026 bis 2028 festgestellt, das 2027 bei 1,3 Milliarden Euro lag. Allerdings führten neue Steuergesetze zu einem Rückgang der Einnahmen um 6,3 Milliarden Euro. Für die weiteren Finanzplanjahre ergaben sich keine wesentlichen Abweichungen in den Schätzungen.
Auswirkungen auf Kommunen
Die verschlechternde wirtschaftliche lage zeigt sich langsam in den Steuereinnahmen. Im März sanken die Einnahmen aus der veranlagten Einkommensteuer um rund vier Prozent und aus der Körperschaftsteuer um rund zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr.Schätzerkreise rechnen damit, dass die Gewerbesteuer schwach bleiben wird, was die Kommunen weiter unter Druck setzt. Diese kämpfen bereits mit einem Rekorddefizit.



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