EU-Abschiebequote steigt auf höchsten Stand seit fünf Jahren

Flüchtlingsfamilie in einer `Zeltstadt` (Archiv)

Die Zahl der Abschiebungen aus EU-Ländern ist in den letzten Jahren gestiegen

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anstieg der Abschiebungen in der EU

die Zahl der Abschiebungen aus den EU-Ländern ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Im Jahr 2025 wurden 28 Prozent der ausreisepflichtigen Migranten in der EU zurückgeführt. Dies ist der bisher höchste Wert in diesem Jahrzehnt, wie EU-Migrationskommissar magnus Brunner der „Welt am Sonntag“ mitteilte.

Statistiken und Gründe

Mehr als 491.000 Personen waren im vergangenen Jahr ausreisepflichtig, rund 135.000 davon wurden zurückgeführt, so Brunner. Gründe für den Anstieg seien das konsequente Vorgehen der Mitgliedstaaten, mehr Stabilität in einigen Aufnahmeländern und ein besseres Informationssystem.

entwicklung der Rückführungsquoten

Die Rückführungsquoten in der EU sind in den letzten fünf Jahren gestiegen. Im Jahr 2020 wurde jeder fünfte Ausreisepflichtige abgeschoben, zwei Jahre später waren es 16 Prozent. Im vergangenen Jahr lag die Rückführungsquote bei 24 Prozent.

Neue Rückführungsverordnung

Brunner betonte die Notwendigkeit einer neuen Rückführungsverordnung, die strengere Regeln für Straftäter und klare Pflichten für Personen mit Abschiebebescheid vorsieht. Diese Verordnung soll die Effizienz in der Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten erhöhen.

Rolle der Herkunftsländer

Brunner forderte auch mehr Konsequenz von den Herkunftsländern der Migranten. Drittstaaten müssten ihre Staatsbürger zurücknehmen. Die EU plant, Visapolitik, Handel und Entwicklungsgelder stärker mit der Zusammenarbeit beim Thema Migration zu verknüpfen.

Details der neuen Verordnung

die neue Rückführungsverordnung umfasst verschiedene Maßnahmen. Abgelehnte Asylbewerber sollen verpflichtet werden, an ihrer Rückführung mitzuwirken.Wer sich weigert, könnte mit Sanktionen rechnen. Abgelehnte asylbewerber sollen in „return hubs“ außerhalb der EU untergebracht werden, bis sie abgeschoben werden können. Minderjährige und Familien mit Kindern sind ausgenommen.Entscheidungen über Asylanträge sollen im Schengen-Informationssystem erfasst werden, um die Anerkennung durch andere Mitgliedstaaten zu erleichtern. Für als Sicherheitsrisiko eingestufte Personen sollen strengere Regeln gelten.

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