Röttgen: Putin in wachsender Bedrängnis
Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen sieht Russlands Präsidenten Wladimir Putin zunehmend unter Druck. Die reduzierte Militärparade am 9.Mai sei ein Zeichen dafür, sagte Röttgen den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Der Krieg gegen die Ukraine werde in Russland immer unpopulärer, und die Wirtschaft leide.
Ukraine verlagert Kriegsgeschehen
Röttgen betonte, dass es der Ukraine zunehmend gelinge, das Kriegsgeschehen auf russisches Territorium zu verlagern. ukrainische Drohnen erreichten Moskau und könnten dort erhebliche Schäden verursachen. Dies mache öffentliche Auftritte gefährlich. Traditionell feiert Moskau am 9. Mai den sieg der Sowjetunion über Nazi-Deutschland mit einer Militärparade auf dem Roten Platz.
Ukraine im Abwehrkampf im Vorteil
Röttgen sieht die Ukraine im Abwehrkampf gegen die russische Armee im Vorteil. Die Ukraine habe ihre industriell-technologischen Fähigkeiten unter Kriegsdruck fortentwickelt, sagte er. Dadurch kompensiere sie personelle Nachteile und füge den russischen Streitkräften massive Verluste zu. Die Ukraine verfüge über Waffen mit größerer Reichweite und habe die russische Ölproduktion erheblich reduziert.
Hilfe aus Deutschland weiterhin nötig
Trotz der Fortschritte benötige die Ukraine weiterhin unterstützung aus Deutschland. Kiew trage jedoch mit seinen militärischen Fähigkeiten zunehmend zum Schutz Europas bei, so Röttgen. „Wir lernen inzwischen von der Ukraine und kooperieren mit ihr industriell. Es ist kein einseitiges Verhältnis mehr, in dem wir geben und die Ukraine nimmt.“



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