Gründerverband erwartet Geschäftsaufgaben wegen Gesundheitsreform

Krankenhaus (Archiv)
AsiaRestaurant SongLong Friedrichsthal

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) plant die Abschaffung der kostenlosen Mitversicherung für Ehepartner. Der Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland (VGSD) warnt vor möglichen Geschäftsaufgaben und einem Rückzug in das Angestelltendasein

Pläne zur Abschaffung der Mitversicherung

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) plant, die kostenlose Mitversicherung für Ehepartner abzuschaffen. Der Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland (VGSD) warnt vor negativen Folgen für Selbstständige.

Warnung vor Geschäftsaufgaben

Der VGSD befürchtet, dass viele Selbstständige ihre Tätigkeit aufgeben könnten. „Wir gehen davon aus,dass die Zahl der nebenberuflich Selbstständigen und der entsprechenden Gründungen deutlich abnimmt“,sagte der VGSD-Vorstandsvorsitzende Andreas Lutz der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Hintergrund der Pläne

Die Bundesregierung plant, zur Sanierung der Krankenkassen die beitragsfreie familienversicherung für Ehepartner weitgehend zu streichen. Betroffen wären insbesondere Selbstständige mit einem Einkommen unter 565 Euro im Monat.

Finanzielle Belastung für Selbstständige

Lutz erklärt, dass Selbstständige als freiwillig Versicherte rund 240 Euro Mindestbeitrag für Kranken- und Pflegeversicherung zahlen.Bei einem Gewinn von 650 Euro blieben nach Abzug der Krankenversicherung 410 Euro und nach der Rentenversicherung 290 Euro netto. Angestellte in vergleichbaren Midijobs hätten hingegen 633 Euro zur Verfügung.

Forderung nach Reform

Der VGSD fordert eine Reform der Beitragslogik. „Wenn die Familienversicherung fällt, muss im Gegenzug eine faire, einkommensabhängige Beitragsbemessung eingeführt werden“, so Lutz.


Toyota Scheidt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Nach oben scrollen