Verband will Altersgrenze für Reservisten auf 70 Jahre erhöhen

Bundeswehr-Soldaten (Archiv)

Der Präsident des Reservistenverbandes, Bastian Ernst, fordert eine Erhöhung der Altersgrenze für Reservisten von 65 auf 70 Jahre

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Forderung nach Erhöhung der Altersgrenze für Reservisten

Der Präsident des Reservistenverbandes,Bastian Ernst,hat gefordert,die Altersgrenze für reservisten von 65 auf 70 Jahre anzuheben. In einem Interview mit dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ erklärte Ernst, dass dies sinnvoll sei, da das Renteneintrittsalter ebenfalls steige und Menschen länger fit blieben. Zudem gebe es ein Nachwuchsproblem bei jungen Reservisten, das durch eine Anpassung der Altersgrenze ausgeglichen werden könne.Ernst betonte, dass diese Änderung im Reservestärkungsgesetz verankert werden sollte.

Strategie der Reserve und Reservestärkungsgesetz

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) plant, am Mittwoch eine strategie der Reserve vorzustellen und noch im Sommer das Reservestärkungsgesetz vorzulegen. Ernst äußerte sich zudem zur Freiwilligkeit der Arbeitgeber bei der Einberufung von Reservisten zu Übungen. Er forderte, das Einspruchsrecht der arbeitgeber aufzuheben, während die Reservisten selbst nicht gezwungen werden sollten. Eine genaue Planung der jährlichen Übungen sei notwendig, damit sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer darauf einstellen könnten.

Verbesserung der Ausstattung und Übungsmöglichkeiten

Ernst, der am 11.April zum Verbandspräsidenten gewählt wurde, plädierte für eine adäquate Ausstattung der Reservisten und sinnvolle Übungsmöglichkeiten. Er betonte die Notwendigkeit einer besseren Planung, um das Potenzial des personals voll auszuschöpfen.

erfassung der Reservisten

Auf die Frage nach der Anzahl der Reservisten erklärte Ernst,dass das Verteidigungsministerium keine genauen Zahlen habe.Bekannt sei, dass acht bis neun Millionen Menschen bei der Bundeswehr gedient haben und rund 60.000 Reservisten fest eingeplant seien. Diese Zahl solle bis 2035 auf 200.000 steigen. Der Reservistenverband habe etwa 110.000 Mitglieder. Während der Coronakrise waren zwischen 10.000 und 15.000 Reservisten im Einsatz. die neue Wehrerfassung soll nun die genaue Zahl der Reservisten ermitteln.

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