Drei Viertel gegen höhere Zuzahlungen von Kassenpatienten

Behandlungszimmer beim Arzt (Archiv)

Die gesetzlichen Krankenversicherungen in Deutschland stehen vor einem finanziellen Defizit in Milliardenhöhe

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Finanzielle Herausforderungen der⁣ gesetzlichen Krankenversicherungen

Die gesetzlichen Krankenversicherungen in Deutschland stehen vor einem finanziellen Defizit in Milliardenhöhe. Um die Ausgaben ⁣zu reduzieren, ⁢plant⁣ die Bundesregierung Einschnitte im Gesundheitssystem. Geplante Maßnahmen umfassen Einsparungen ​bei Kliniken,‍ Ärztehonoraren und Arzneimittelpreisen. Zudem sind höhere Zuzahlungen bei Medikamenten für Kassenpatienten oder⁤ die‍ Streichung von Leistungen wie der Homöopathie vorgesehen.

Umfrage zur Akzeptanz der Maßnahmen

Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag des „Stern“ und RTL befürworten nur ⁢23 Prozent der Deutschen, dass Kassenpatienten mehr zahlen müssen. 75 Prozent lehnen dies ab, während zwei Prozent​ keine Meinung dazu haben. Die‍ Mehrheit der Patienten empfindet es als unfair,⁣ künftig mehr für verschreibungspflichtige Medikamente zu⁢ zahlen. Die Zuzahlungen sollen ‌von derzeit 5 bis 10 Euro auf 7,50 ​bis maximal 15 Euro pro Packung steigen.

reaktionen aus der Bevölkerung

unter ‌den Anhängern der ⁣Regierungsparteien lehnen 71 Prozent der SPD- und 61 Prozent der CDU/CSU-Anhänger⁢ die Pläne ⁣ab. Besonders stark ​ist der Widerstand bei den Anhängern ⁢der Linken, von denen 91 Prozent gegen eine höhere finanzielle Belastung der‌ gesetzlich Versicherten ‌sind.

Reformvorschläge​ und Kritik

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) stellte kürzlich ihre ‌Reformvorschläge für⁢ das Gesundheitswesen vor, die auf viel Widerspruch stießen, auch innerhalb ‍der Regierung. Warkens Pläne sehen Einsparungen und Mehreinnahmen in Höhe von rund 20 Milliarden Euro vor. Kritik⁤ gibt es vor‌ allem an drei Punkten: Kürzungen bei der beitragsfreien Mitversicherung von Ehepartnern, die Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze um 300 Euro sowie die Finanzierung der kostenfreien Versicherung für​ Bürgergeldempfänger aus den Beiträgen der gesetzlich Versicherten ⁤statt aus dem Bundeshaushalt.

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