Volker Beck fordert härteres Vorgehen gegen Iran
Der Präsident der deutsch-Israelischen Gesellschaft, Volker Beck, hat die Bundesregierung nach einem vereitelten Mordanschlag gegen ihn zu einer härteren Gangart gegenüber dem Iran aufgefordert.Beck kritisierte im gespräch mit dem TV-Sender „Welt“ die bisherige politik als „leeres Gewäsch“, wenn der iran weiterhin geschont werde.
Details zum Anschlagsversuch
Beck erfuhr im letzten Sommer von dem Anschlagsversuch und erhielt daraufhin sechs Wochen lang eine der höchsten Stufen des personenschutzes. „Ein Weg zum Mülleimer war ohne Polizeibegleitung nicht möglich“, erklärte Beck. Er zeigte sich erleichtert über die Festnahme der Verdächtigen, wusste jedoch lange nicht, wie akut die Gefahr gewesen war. Erst kürzlich erfuhr er von einem Reporter der „Bild-Zeitung“, dass bereits eine Pistole zu seiner Ermordung beschafft worden war.
Kritik an deutscher außenpolitik
Beck betonte, dass der Iran auf deutschem Boden regelmäßig Juden, jüdische Einrichtungen und Israel-Freunde angreife, ohne dass dies Konsequenzen für die deutsche Außenpolitik habe. Er forderte die Ausweisung des iranischen Botschafters und kritisierte die bisherige Haltung als unzureichend.
Kritik an Außenminister Wadephul
Besonders empört zeigte sich Beck über den deutschen Außenminister Johann Wadephul (CDU), der die Relevanz des israelischen Geheimdienstes infrage gestellt hatte. Beck betonte, dass ohne israelische Geheimdienstinformationen sein Leben in Gefahr gewesen wäre.
Gerichtsverfahren in Hamburg
Vor dem Oberlandesgericht in Hamburg sind zwei Männer angeklagt,die im Auftrag der iranischen Revolutionsgarden Anschläge in Berlin geplant haben sollen. Ein aus Afghanistan stammender Däne soll jüdische Einrichtungen ausgekundschaftet und die Ermordung von Josef Schuster, dem Vorsitzenden des Zentralrats der Juden, sowie volker Beck geplant haben.



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