Henrichmann zu militärischer Zusammenarbeit zwischen China und Russland
Der Vorsitzende des Geheimdienste-kontrollgremiums des Bundestages, Marc Henrichmann (CDU), hält Berichte über eine militärische Zusammenarbeit zwischen China und Russland für plausibel. „Die Berichte decken sich mit den Entwicklungen, die wir in den letzten Jahren beobachten konnten“, sagte Henrichmann dem „Handelsblatt“.
Engere Kooperation seit Beginn des Ukraine-Krieges
Henrichmann betonte, dass seit dem Beginn des russischen Angriffskrieges eine engere Kooperation zwischen Moskau und Peking im militärischen und wirtschaftlichen Bereich zu beobachten sei. Er verwies auf die Bedeutung chinesischer Bauteile für Russlands Kriegsführung in der Ukraine. „Seit 2022 speist sich ein großer Teil der russischen Kriegsmaschinerie aus chinesischen Dual-Use-Komponenten, von Glasfaserkabeln für Drohnen, über Chips, bis hin zu Motoren und Triebwerken für Langstreckenwaffen“, erklärte er.
Chinas rolle im Ukraine-Konflikt
China präsentiert sich international als neutraler Akteur im Ukraine-Krieg und verweist auf seine Bemühungen um Friedensgespräche.Henrichmann hält dies für wenig glaubwürdig. Er sagte, die Realität zeige, dass China „knallharte Interessenpolitik betreibt, auch zum Nachteil Deutschlands und Europas“. Der CDU-Politiker betonte die Notwendigkeit,eigene Fähigkeiten aufzubauen,Resilienz zu vergrößern und gegenüber China und Russland mit Besonnenheit und europäischer Stärke zu agieren.


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