Baden-Württemberg: Grüne und CDU wollen Verbrenner-Aus aufweichen

Auspuff (Archiv)

Die schwarz-grüne Landesregierung in Baden-Württemberg fordert Änderungen an der EU-Vorgabe, die ab 2035 Neuzulassungen von Verbrennerfahrzeugen verbietet

Toyota Scheidt

Landesregierung fordert Änderungen an EU-Vorgaben

Die neue schwarz-grüne Landesregierung in Baden-Württemberg fordert umfassende Änderungen an der EU-Vorgabe, die ab 2035 keine Neuzulassungen von Verbrennerfahrzeugen mehr erlaubt. Dies geht aus dem Koalitionsvertrag hervor, der am Mittwoch der Öffentlichkeit präsentiert werden soll, berichtet das „Handelsblatt“.

Fokus auf option Antriebskonzepte

Im Koalitionsvertrag wird betont,dass elektromobilität die zentrale Zukunftstechnologie sei. Gleichzeitig will die landesregierung an alternativen klimafreundlichen antriebskonzepten, Kraftstoffen und Übergangstechnologien wie hocheffizienten Verbrennern, Plug-in-Hybriden und Elektrofahrzeugen mit range Extender arbeiten. Das Zieljahr 2035 wird im Vertrag nicht erwähnt.

Unterschiedliche Positionen innerhalb der Grünen

Cem Özdemir (Grüne), der am 13. Mai zum Ministerpräsidenten gewählt werden soll, setzt sich damit von seiner Partei ab. Die Bundesgrünen lehnen jede Aufweichung des Zieljahres 2035 ab.

Klimaneutralität bis 2040

Grüne und CDU haben sich darauf geeinigt, bis 2040 klimaneutral zu werden, wollen jedoch mehr Flexibilität bei der Zielerreichung. Die verschärften Flottengrenzwerte sind Teil des „Fit-for-55“-Pakets der EU, das den Klimawandel auf etwas über zwei Grad Celsius begrenzen soll.

Reform der Flottengrenzwerte

Die EU-Kommission hat eine Reform der Flottengrenzwerte vorgeschlagen. Diese sieht vor, dass der CO2-Ausstoß von Neuwagen-Flotten bis 2035 um 90 Prozent gesenkt werden muss. Neue verbindliche Ziele für die Dekarbonisierung von Firmenflotten sollen eingeführt werden.

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