Minister uneins über Vorstoß zur Krisentauglichkeit von Schülern

Klassenraum in einer Schule (Archiv)

<h3>Uneinigkeit unter Ministern über Krisenunterricht an Schulen</h3> <h4>Kontroverse in der Bildungsministerkonferenz</h4> Der Vorschlag von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), Themen wie Krieg und Katastrophen künftig im Schulunterricht zu behandeln, hat in der Bildungsministerkonferenz zu unterschiedlichen Reaktionen geführt. In dem Gremium arbeiten die zuständigen Landesminister und Senatoren zusammen. <h4>Unterstützung aus Hessen</h4> Hessens Bildungsminister Armin Schwarz (CDU) befürwortet den Vorstoß von Dobrindt

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Minister uneins über Krisenunterricht an Schulen

Kontroverse um Dobrindts vorstoß in der Bildungsministerkonferenz

Der Vorschlag von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), Krieg und Katastrophen künftig im Schulunterricht zu behandeln, hat in der Bildungsministerkonferenz zu unterschiedlichen Reaktionen geführt. In dem gremium arbeiten die zuständigen Landesminister und Senatoren zusammen.

Unterstützung aus Hessen und Baden-Württemberg

Hessens Bildungsminister Armin Schwarz (CDU) unterstützt den Vorstoß. Die Rückmeldungen aus der Schülerschaft seien sehr positiv, sagte Schwarz dem „Handelsblatt“. Er betonte, die Gesellschaft müsse sich besser auf Krisenfälle vorbereiten und junge Menschen dafür sensibilisieren. Auch Baden-Württembergs Kultusministerin Theresa schopper (Grüne) zeigte sich offen. Sie erklärte, Kinder und Jugendliche sollten frühzeitig für mögliche Gefahren sensibilisiert werden, um im Ernstfall richtig zu handeln. Schulen leisteten dazu einen wichtigen Beitrag.

Skepsis aus Rheinland-Pfalz

Der rheinland-pfälzische Bildungsminister Sven Teuber (SPD) äußerte sich kritisch. Er halte von dem Vorschlag nichts, da er Kindern, Jugendlichen und Eltern unnötig Angst einflöße, sagte Teuber dem „Handelsblatt“. Schule solle ein Raum der Sicherheit und Geborgenheit sein. Panikmache sei nicht hilfreich.

Kritik aus Mecklenburg-Vorpommern

Die Präsidentin der Bildungsministerkonferenz, Simone Oldenburg (Linke), kritisierte Dobrindts Vorschlag. Sie sagte dem „Handelsblatt“, die Aussagen des Ministers zeugten nicht vom Wissen um die Aufgaben der Schule und die Arbeit der Lehrkräfte.Laut oldenburg kritisierten die Bildungsminister der Länder den Vorstoß des Innenministers.

Weitere Unterstützung aus Schleswig-Holstein

Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Dorit Stenke (CDU) begrüßt die Zielrichtung von Dobrindts Vorschlag.Sie betonte, multiple Krisen und eine veränderte Sicherheitslage verunsicherten die Schüler. Die Schule sei ein Ort, um Antworten auf ihre Fragen zu geben.

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