Verlegerin Julia Becker attackiert Plattform- und KI-Konzerne

Computer-Nutzerin auf Facebook (Archiv)

Die Verlegerin Julia Becker kritisiert globale Konzerne wie Google und OpenAI, da sie die Existenz klassischer Medien bedrohen

Gevita Tagesresidenz

Julia Becker kritisiert globale Konzerne

Die Verlegerin Julia Becker hat in einem Gastbeitrag für das Nachrichtenmagazin „Focus“ globale Konzerne wie Google und OpenAI kritisiert.Sie wirft ihnen vor, die Existenz klassischer Medien zu gefährden. Laut Becker profitieren große Plattform- und KI-Konzerne von journalistischer Leistung,ohne vergleichbar in deren Entstehung zu investieren. Sie externalisieren Kosten für Recherche, Qualität und Verifikation, während sie die Gewinne internalisieren.

Warnung vor demokratischen Gefahren

Becker, die Verlegerin der Funke-Mediengruppe, warnt vor den demokratischen Gefahren dieser Entwicklung. Sie betont, dass professioneller Journalismus seine wirtschaftliche Basis verlieren könnte und durch billigere und lautere Inhalte ersetzt werde, die nicht der Wahrheit verpflichtet sind. Journalistische Medien seien keine gewöhnlichen Marktteilnehmer, sondern demokratische Infrastruktur, die Macht sichtbar macht und kontrolliert.

Einfluss globaler Plattformkonzerne

Becker hebt hervor, dass die Macht über öffentliche Sichtbarkeit zunehmend bei globalen Plattformkonzernen wie Meta, Alphabet und ByteDance liege. Diese kontrollieren nicht die Inhalte, aber die Reichweite, was Macht bedeutet. Ein Blick in die USA zeige, dass das Vertrauen in Medien entlang politischer Linien zerbrochen sei, was die Demokratie gefährde. Europa sei davor nicht geschützt.

Forderung nach fairen Wettbewerbsbedingungen

Becker fordert faire Wettbewerbsbedingungen im digitalen Raum. plattformen sollten für die Nutzung journalistischer Inhalte angemessen zahlen. Eine Digitalabgabe sei keine Strafe, sondern eine notwendige Korrektur.Zudem verlangt sie klare Regeln für KI, einschließlich Transparenz über Quellen, Schutz geistigen Eigentums und Beteiligung an der Wertschöpfung. Journalistische Arbeit dürfe nicht dauerhaft kostenloses Trainingsmaterial sein.

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