Verbands-Umfrage: Unternehmen fürchten steigende Sozialbeiträge

Büros (Archiv)

Steigende Sozialabgaben sind erstmals die größte Zukunftssorge der Familienunternehmen in Deutschland. Das ergab eine Umfrage des Verbands „Die Familienunternehmer" unter knapp 1.000 Mitgliedsunternehmen, über die die „Rheinische Post" (Montag) berichtet

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Steigende Sozialabgaben größte ​Zukunftssorge​ von Familienunternehmen

Die sogenannten Familienunternehmen in Deutschland sehen steigende Sozialabgaben​ erstmals⁢ als ihre größte Zukunftssorge. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Verbandes „Die Familienunternehmer“ unter knapp 1.000 Mitgliedsunternehmen hervor, über die die „Rheinische Post“ (Montag) berichtet.

Ergebnisse der Umfrage zu Sozialabgaben und Bürokratie

Der Anstieg der Sozialabgaben rangiert demnach⁢ zum ersten Mal seit Beginn der Erhebungen im Jahr ​2018 auf ⁣Platz eins der größten Sorgen der Unternehmer. 87 Prozent der⁢ befragten Firmen befürchten für das Jahr 2026 weitere beitragsanstiege für die Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung und damit höhere Lohnnebenkosten.

Die ‍Sorge vor steigenden Sozialabgaben hat die ⁢Belastung durch bürokratische Berichtspflichten ⁢auf ⁢Platz‌ zwei der größten​ Sorgen verdrängt.Bürokratische Vorgaben bereiten weiterhin 83 Prozent der Unternehmen Schwierigkeiten. Das Arbeitsrecht liegt wie im Vorjahr auf Platz drei der Sorgen.

Erwartungen zur wirtschaftlichen Entwicklung bis 2026

Für das Jahr 2026 erwarten die Familienunternehmen der Umfrage zufolge eine leichte konjunkturelle Erholung.Nach drei ‍Jahren Rezession und Stagnation sehen sie die Talsohle als durchschritten an. 38 Prozent der unternehmer rechnen für 2026 ⁤mit einem Wachstum ihres operativen Geschäfts. Im Vorjahr waren es 31 Prozent. Der aktuelle Wert liegt ‍jedoch weiterhin deutlich unter⁤ den Vor-Corona-Niveaus, die zwischen 59 ‌und 69 Prozent lagen.

Arbeitsmarkt, Beschäftigung und Ausbildung

auch am Arbeitsmarkt bleibt die Lage aus Sicht der Unternehmen angespannt. Die Zahl der Betriebe, die befürchten,‍ Arbeitsplätze abbauen zu müssen, ist zwar leicht gesunken.⁣ Dennoch planen​ den Angaben zufolge⁤ weiterhin​ mehr ⁤Unternehmen​ Stellenstreichungen (25 Prozent) als Neueinstellungen (21 Prozent).

Die Ausbildungsbereitschaft verharrt auf niedrigem Niveau. ⁤24 Prozent der ‌befragten‌ Unternehmen wollen nicht ausbilden.

Reaktionen des​ Verbandes „Die Familienunternehmer“

Verbandspräsidentin Marie-Christine Ostermann erklärte, die Familienunternehmer wollten das⁢ Jahr 2026 ⁢gerne optimistisch beginnen. Dass ein weiterer Anstieg der Lohnzusatzkosten erstmals‌ auf Platz eins der Sorgenliste der Unternehmer‌ stehe, zeige jedoch, wie dringend die Bundesregierung mit Reformen beginnen müsse.

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