Reichinnek fürchtet gesundheitliche Folgen durch Vollzeit-Pflicht

Frauen mit Kleinkindern (Archiv)

Die Fraktionsvorsitzende der Linken, Heidi Reichinnek, kritisiert den Vorstoß der Mittelstands- und Wirtschaftsunion der CDU/CSU, das Recht auf Teilzeit einzuschränken

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Kritik an Vorstoß zur Einschränkung des Teilzeitrechts

die Fraktionsvorsitzende der Linken, Heidi Reichinnek, hat den Vorschlag der Mittelstands- und Wirtschaftsunion der CDU/CSU, das Recht auf Teilzeit einzuschränken, scharf kritisiert. In einem Interview mit den Sendern RTL und ntv äußerte sie Bedenken, dass dies Arbeitsrechte untergraben könnte. Reichinnek stellte die Frage, ob ein Bürokratiemonster geschaffen werde, bei dem Menschen um Teilzeitregelungen bitten müssten.

Gesundheitliche Folgen befürchtet

Reichinnek warnte vor gesundheitlichen Folgen, falls Menschen gezwungen würden, mehr zu arbeiten, als sie leisten können. Dies könnte zu dauerhaften Ausfällen und chronischen Krankheiten führen. Sie plädierte dafür, die Arbeitsbedingungen zu verbessern, anstatt Druck auszuüben.

Teilzeit als Selbstschutz

In Bereichen wie Pflege oder Reinigung sei Teilzeit eine Form des Selbstschutzes, da viele Menschen nicht länger als 30 Stunden pro Woche arbeiten könnten. Reichinnek kritisierte die Bezeichnung „Lifestyle-Teilzeit“ durch die Union und stellte infrage, wie die Union die Menschen im Land wahrnehme.

Forderung nach besseren Betreuungsangeboten

Die Debatte sollte sich laut Reichinnek auf die Verbesserung von Betreuungsangeboten konzentrieren. Viele Mütter würden gerne mehr arbeiten, könnten dies jedoch nicht mit der Erziehung vereinbaren. Reichinnek warf der Union vor, kein Interesse an Investitionen in diesem Bereich zu haben und stattdessen den Druck weiterzugeben.

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