Miersch kritisiert Blockadehaltung der Union bei Steuerreform

Matthias Miersch (Archiv)

SPD-Fraktionschef Matthias Miersch fordert in einem Brief an die Bundestagsabgeordneten der SPD Geschlossenheit und klare Positionen in Gerechtigkeitsfragen

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SPD-Fraktionschef fordert Geschlossenheit

SPD-Fraktionschef Matthias miersch hat die sozialdemokratischen Bundestagsabgeordneten in einem Brief zur Geschlossenheit und zu klarer Kante in Gerechtigkeitsfragen aufgerufen. Dies berichtet das Nachrichtenportal T-online.

Rückblick auf ein Jahr Koalition

nach einem Jahr intensiver Arbeit in der schwarz-roten Koalition resümiert Miersch, dass der Druck auf die Abgeordneten gewaltig sei. Er spricht von Erfolgen, die sich sehen lassen könnten, aber auch von Herausforderungen, die die Koalition mit sich bringe. Die SPD habe sich für die Koalition entschieden, da eine Regierung der demokratischen Mitte einer mit Radikalen vorzuziehen sei. Miersch betont, dass die Schwierigkeiten bereits aus früheren großen Koalitionen bekannt gewesen seien.

Erfolge und Herausforderungen

Trotz der Widrigkeiten glaubt Miersch an den Erfolg der Regierung. Er verweist auf das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität, das Tariftreuegesetz und die Sportmilliarde zur Modernisierung von Sportanlagen. Diese Maßnahmen seien Beweise für positive Veränderungen im Land. Gleichzeitig räumt er ein, dass das öffentliche Bild der Koalition gelitten habe. Streit habe oft den Diskurs bestimmt,was den Vertrauensvorschuss der Regierung schmälere. Die Bürger erwarteten Verbesserungen in Bereichen wie Sozialstaat, Gesundheitssystem, Bildung und Wirtschaft.

Druck auf CDU/CSU

Bei der Reform der Einkommensteuer erhöht Miersch den Druck auf CDU/CSU. Er kritisiert die Blockadehaltung der Union bei der stärkeren Beteiligung hoher Einkommen und Vermögen am Gemeinwohl. Eine Minderheit profitiere vom Wachstum, während die Belastung für viele Familien steige. Dies führe zu einem Erstarken von Radikalen auf kosten der politischen Mitte.

Appell an die SPD-Abgeordneten

Miersch appelliert an die SPD-Abgeordneten, geschlossen zu bleiben und Kompromisse zu ermöglichen. Er warnt davor, dass Radikale und Lobbyisten der Superreichen den Sozialstaat schwächen wollten. Wenn die SPD sich gegenseitig blockiere oder öffentlich zerrede, was beschlossen werde, liefere sie Argumente für die Gegner. Kompromisse erforderten Mut und einen geraden Rücken. Wer sie mit Überzeugung vertrete, zeige Stärke.

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