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Naturkatastrophenschäden auch 2025 trotz Rückgang sehr hoch

by Redaktion
13. Januar 2026
in Wirtschaft
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Hochwasser (Archiv)

Hochwasser (Archiv)

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Die weltweiten Schäden durch Naturkatastrophen sind im Jahr 2025 trotz eines Rückgangs erneut sehr hoch ausgefallen

Hohe Schäden durch Naturkatastrophen im jahr 2025

Die weltweiten Schäden durch Naturkatastrophen sind im Jahr 2025 trotz eines Rückgangs im Vergleich zum Vorjahr erneut sehr hoch ausgefallen. Insgesamt wurden Werte von etwa 224 Milliarden US-Dollar zerstört, teilte die Münchener Rück am Dienstag mit.

Von den Gesamtschäden wurden etwa 108 Milliarden US-Dollar von Versicherern getragen. Damit reiht sich 2025 in eine zunehmende Zahl von Jahren mit versicherten Schäden jenseits der Marke von 100 Milliarden US-Dollar ein, obwohl die Schäden unter den inflationsbereinigten Vorjahreswerten blieben. Im Jahr 2024 hatten die Gesamtschäden inflationsbereinigt 368 Milliarden US-Dollar betragen, davon waren 147 Milliarden US-Dollar versichert.

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Von den Gesamtschäden im jahr 2025 entfielen 92 Prozent auf Wetterkatastrophen. Bei den versicherten Schäden lag der Anteil der Wetterereignisse bei 97 Prozent.

Mehr todesopfer, aber unter langjährigen durchschnittswerten

Etwa 17.200 Menschen kamen 2025 bei Naturkatastrophen weltweit ums Leben.Das waren deutlich mehr als im Vorjahr mit rund 11.000 Toten. Zugleich lag die Zahl der Todesopfer unter den Durchschnittswerten der vergangenen zehn und 30 Jahre, die bei rund 17.800 beziehungsweise 41.900 Toten liegen.

Bedeutung von Hochwasser, Schwergewitter und waldbränden

„Non-Peak Perils“ prägen den Trend

Hochwasser, Schwergewitter und Waldbrände setzten nach Angaben der Münchener Rück ein deutliches Alarmzeichen. Diese als „Non-Peak Perils“ bezeichneten naturgefahren prägen zunehmend den langfristigen Trend. Sie verursachten 2025 Gesamtschäden von 166 Milliarden US-Dollar, davon waren etwa 98 Milliarden US-Dollar versichert.die Zerstörungen übertrafen die inflationsbereinigten Durchschnittswerte der vergangenen zehn und 30 Jahre.Die durchschnittlichen Gesamtschäden dieser Ereignisarten lagen bei 136 beziehungsweise 90 Milliarden US-Dollar, die versicherten Schäden bei 60 beziehungsweise 33 Milliarden US-Dollar.Bei dieser Art von Naturkatastrophen besteht laut Münchener Rück in der Wissenschaft weitgehende Einigkeit, dass sie in vielen Teilen der Welt schwerer und häufiger werden.

rolle des Hurrikan-Geschehens und langfristige Vergleiche

Nach Einschätzung der Münchener Rück ist die Welt im Jahr 2025 nur durch Zufall an potenziell noch höheren Schäden vorbeigeschrammt. Ausschlaggebend sei insbesondere das Ausbleiben von Hurrikan-Treffern auf das US-Festland gewesen, obwohl es schwere Stürme gab.So blieben die Gesamtschäden durch naturkatastrophen weltweit unter den inflationsbereinigten Durchschnittswerten der vergangenen zehn Jahre, die bei 266 Milliarden US-Dollar liegen. Die versicherten Schäden entsprachen mit 108 Milliarden US-Dollar in etwa dem inflationsbereinigten Zehn-Jahres-Durchschnitt von 107 Milliarden US-Dollar.

Die preisbereinigten Durchschnitte der vergangenen 30 Jahre wurden 2025 sowohl bei den Gesamtschäden als auch bei den versicherten Schäden deutlich übertroffen.

Versicherungslücke und Anteil unversicherter Schäden

Der Anteil der unversicherten Schäden lag 2025 bei rund 50 Prozent der gesamtschäden und damit unter dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre von rund 60 Prozent. Grund dafür war der hohe versicherte Anteil bei den Waldbränden nahe Los Angeles. Ohne diese Ereignisse wäre die Versicherungslücke unverändert auf dem Zehn-Jahres-Durchschnitt geblieben.

Teuerste Einzelereignisse des Jahres 2025

Waldbrände im Großraum los Angeles

Die bei weitem kostspieligste Naturkatastrophe des Jahres waren die Waldbrände im Großraum Los Angeles im Januar. Der Gesamtschaden betrug etwa 53 Milliarden US-Dollar, davon waren etwa 40 Milliarden US-Dollar versichert. Nach Angaben der Münchener Rück handelte es sich um die bislang teuerste Waldbrandkatastrophe aller Zeiten. Bei den Bränden kamen 30 Menschen ums Leben.

Erdbeben in Myanmar

Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,7 in Myanmar war gemessen an den Gesamtschäden die zweitteuerste Naturkatastrophe des Jahres 2025. Rund 4.500 Menschen kamen dabei ums Leben. Der Gesamtschaden belief sich auf etwa zwölf Milliarden US-Dollar, nur ein kleiner Teil davon war versichert.

Das Beben führte auch zu Schäden in der thailändischen hauptstadt Bangkok, die etwa 1.000 Kilometer vom Epizentrum entfernt liegt. Ursache war der tiefe weiche Schwemmlandboden unter Bangkok, in dem sich Bodenbewegungen verstärken.

Einfluss des Klimawandels auf das Naturkatastrophenjahr 2025

Auffällig am Naturkatastrophenjahr 2025 ist nach Darstellung der Münchener Rück die Häufung extremer Ereignisse mit relativ sicherem Einfluss des Klimawandels. Genannt werden die Waldbrände bei Los Angeles, der hohe Anteil besonders starker Hurrikane im Nordatlantik sowie zahlreiche Hochwasserkatastrophen.

Tobias Grimm, Chefklimatologe von Munich Re, sagte: „In einer Welt im Fieber sind extreme Wetterkatastrophen wahrscheinlicher. 2025 war wieder eines der wärmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen.“

Originalquelle: DTS Nachrichtenagentur
Tags: DEUINTNaturTopnewsUnglückeUSA
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