Jede zehnte bundeseigene Wohnung steht leer

Haus (Archiv)

Rund zehn Prozent der bundeseigenen Wohnungen stehen leer, obwohl vielerorts bezahlbarer Wohnraum fehlt

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Viele bundeseigene Wohnungen stehen leer

Trotz des Mangels an bezahlbarem Wohnraum werden zahlreiche bundeseigene Wohnungen derzeit nicht genutzt. das geht aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linken-Politikerin Caren Lay hervor, über die das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet.

Zahlen zu leerstand und Verkäufen

Aktuell befinden sich 38.431 Wohnungen im Zuständigkeitsbereich der Bundesanstalt für immobilienaufgaben (Bima).Davon sind 1.129 Wohnungen nicht marktaktiv und stehen dem Wohnungsmarkt nicht zur Verfügung. Von den verbleibenden 37.302 Wohnungen stehen 3.725 leer. Das entspricht etwa jeder zehnten Wohnung.

In den vergangenen zehn Jahren hat die Bima zudem 12.000 Liegenschaften verkauft, darunter 8.715 wohnungen. Im gleichen Zeitraum wurden gut 1.100 neue Wohnungen geschaffen.

Kritik an der wohnungspolitik

Die wohnungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Caren Lay, äußerte deutliche Kritik an diesem Vorgehen. Sie bezeichnete die Situation angesichts des Mangels an bezahlbaren Wohnungen als nicht hinnehmbar. Lay kritisierte, dass der neubau von Wohnungen nur in geringem Umfang erfolge und weiterhin Wohnungen verkauft und privatisiert würden.

Forderungen nach mehr Engagement des Bundes

Lay forderte, der Bund müsse verstärkt selbst Wohnungen bauen und eigene kapazitäten für Bau, Instandhaltung und Sanierung aufbauen. Sie sprach sich dagegen aus, für einzelne Maßnahmen externe Unternehmen zu beauftragen.

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