Kritik an Bundeskanzler Merz
Die Chefin der IG Metall, Christiane Benner, hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) für seine Äußerungen zur gesetzlichen Rente kritisiert. Merz hatte erklärt, die gesetzliche Rente könne nur noch eine Basisabsicherung sein. benner bezeichnete dies in der „Süddeutschen Zeitung“ als unverantwortlich und betonte, dass die Gewerkschaft keine Kürzungen akzeptieren werde.
Position der Gewerkschaften
Benner unterstrich, dass viele Millionen Arbeitnehmer auf die Rente angewiesen seien. Die Gewerkschaften seien zwar für strukturreformen offen, lehnten jedoch Maßnahmen ab, die Beschäftigte ärmer machen könnten.Sie kündigte Demonstrationen an, falls die Bundesregierung unzumutbare maßnahmen beschließe.
Proteste bei Kürzungen
Benner erklärte, dass es bei Kürzungen der gesetzlichen Rente oder der Einführung von Karenztagen bei der Krankschreibung zu Protesten kommen werde. Über einen solchen Karenztag wird seit Längerem diskutiert.
Reaktionen auf Regierungsmaßnahmen
Benner begrüßte die Senkung der Mineralölsteuer nach Ausbruch des Iran-Kriegs. Sie äußerte sich auch zum Vorschlag, Arbeitgeber könnten steuerfrei eine Prämie von 1.000 Euro auszahlen. Benner kritisierte, dass dieser Vorschlag nicht mit Gewerkschaften und Arbeitgebern abgestimmt wurde, wie es 2022 der Fall war.
Forderung nach Lohnerhöhungen
Benner warnte vor Enttäuschungen bei den Beschäftigten, falls die Prämie nicht zeitnah ausgezahlt werde. Sie forderte dauerhafte lohnerhöhungen und erklärte die Bereitschaft zu Streiks in der kommenden Tarifrunde für die Metall- und Elektroindustrie.


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