Fuest hält Teilzeit-Debatte für „Nebenkriegsschauplatz“

Mutter mit Kind und Kinderwagen (Archiv)

Clemens Fuest, Präsident des Ifo-Instituts, unterstützt die Kritik von MIT-Chefin Gitta Connemann zur "Lifestyle-Teilzeit", fordert jedoch weitere Maßnahmen

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Debatte um „Lifestyle-Teilzeit“

clemens Fuest, Präsident des Ifo-Instituts, äußerte sich zur Debatte um „Lifestyle-Teilzeit“ und stellte sich hinter die Kritik von MIT-Chefin Gitta Connemann. Er bezeichnete den Vorschlag als „vernünftig“, betonte jedoch, dass es sich um einen „Nebenkriegsschauplatz“ handele.

Forderung nach Reformen

Fuest hob hervor, dass es sich lohnen müsse, länger zu arbeiten. Er kritisierte, dass das Sozialsystem so entwickelt sei, dass es für viele Menschen nicht attraktiv sei, mehr zu arbeiten. Dies führe dazu, dass viele auf Teilzeit zurückgreifen.Besonders im Einkommensbereich von 3.000 bis 5.000 Euro müsse es sich lohnen, mehr zu arbeiten. Wer mehr Brutto verdiene, solle auch mehr Netto erhalten.

Notwendigkeit der Sozialsystem-Reform

Fuest forderte eine Reform des Sozialsystems. Viele Menschen in diesem Einkommensbereich erhielten Wohngeld, das sie verlören, wenn sie mehr verdienten, ohne netto mehr zu haben. Dies sei der Hauptgrund, warum sich viele auf teilzeit zurückzögen. Eine Reform sei notwendig, um diesen Anreiz zu ändern.

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