BYD-Vizechefin nennt geplante Local-Content-Quote der EU „verrückt“

Autoproduktion (Archiv)

Die Vizechefin des Elektroautoherstellers BYD, Stella Li, kritisiert die geplante Local-Content-Quote der EU als "recht verrückte Regulierung

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Kritik an geplanter EU-Regelung

Die Vizechefin des chinesischen Elektroautoherstellers BYD, Stella Li, hat die geplante Local-Content-Quote der Europäischen Union scharf kritisiert. Die Regelung sei eine „recht verrückte Regulierung“, „schwer umsetzbar“ und werde vielen Unternehmen schaden, sagte Li dem „Spiegel“. Sie forderte, die Politik solle sich stärker aus der Automobilindustrie heraushalten.

Details zur Local-Content-Regelung

Die Local-Content-Regelung ist Teil des von der EU-Kommission Anfang März vorgestellten „industrial Accelerator Act“. Dem Vorschlag zufolge sollen Elektro-, Hybrid- und Brennstoffzellenfahrzeuge nur dann staatliche Förderprämien erhalten, wenn sie in der EU montiert werden und mindestens 70 Prozent ihrer Komponenten aus EU-Fertigung stammen.

Reaktionen und Pläne von BYD

Obwohl Li die Regelung ablehnt, zeigte sie sich überzeugt, dass BYD die Vorgaben erfüllen könne. „Wenn unsere Konkurrenten das schaffen, schaffen wir es auch“, sagte sie. BYD baut derzeit seine europäische Produktion aus. In Ungarn entsteht ein Werk, ein weiterer Standort ist in der Türkei geplant. Bis 2028 will der Konzern alle für Europa bestimmten Elektroautos lokal produzieren.Ob das ausreicht, um die geplante Quote zu erfüllen, bleibt offen.

Hintergrund und Reaktionen

Die EU-Kommission begründet den Vorstoß mit dem Schutz der europäischen Industrie. vertreter europäischer Hersteller wie Volkswagen und Stellantis haben sich offen für entsprechende Lokalisierungsvorgaben gezeigt. Kritiker warnen jedoch vor höheren Kosten, komplexeren Lieferketten und möglichen Gegenreaktionen anderer Länder.

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