Österreichischer Minister spricht sich gegen „Übergewinnsteuer“ aus

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Österreichs Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) lehnt Preisdeckel und die von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) geforderte "Übergewinnsteuer" für Mineralölkonzerne ab. "Ich bin ein überzeugter Marktliberaler, ich bin Wirtschaftsminister und nicht Planwirtschaftsminister", sagte er dem TV-Sender "Welt

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Österreichs Wirtschaftsminister gegen Preisdeckel und Übergewinnsteuer

Der österreichische Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) hat sich gegen die Einführung von Preisdeckeln und die von bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) geforderte „Übergewinnsteuer“ für Mineralölkonzerne ausgesprochen. In einem Interview mit dem TV-Sender „Welt“ erklärte Hattmannsdorfer, er sei ein überzeugter Marktliberaler und kein Planwirtschaftsminister.

Kritik an internationalen Maßnahmen

Hattmannsdorfer führte aus, dass Länder wie Venezuela, Kuba und Pakistan, die gewinne abgeschöpft und Preisdeckel eingeführt hätten, wirtschaftliche Probleme erlitten. Er betonte, dass solche Maßnahmen nicht für europäische Mitgliedsländer geeignet seien. Deutschland und andere EU-staaten hatten 2022 eine vorübergehende „Übergewinnsteuer“ eingeführt.

Marktmechanismen und Energieinfrastruktur

Der Minister forderte, dass sinkende Rohölpreise an den Börsen an die Verbraucher weitergegeben werden sollten. Zudem müsse die Produktion von Kraftstoffen auf einem hohen Niveau bleiben. „Für mich ist die entscheidende Frage, was tun wir in der Preisgestaltung“, sagte hattmannsdorfer.Er betonte die Notwendigkeit, die Energieinfrastruktur in Europa zu erhalten.

Raffinerien und Unabhängigkeit

Hattmannsdorfer kritisierte,dass in den letzten 15 Jahren 25 Raffinerien in Europa geschlossen wurden. Er forderte, eigene Kapazitäten im Bereich der Raffinerien sowie der Förderung von Öl und Gas in Europa zu erhalten, um unabhängiger zu werden. Das Klima-Gutachten des Internationalen Gerichtshofs von 2025 könnte die Erteilung von Lizenzen für die Förderung fossiler Brennstoffe als völkerrechtswidrig einstufen.

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