Jeder sechste 2008 geborene Mann hat weitere Staatsangehörigkeit

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Rund jeder sechste 2008 geborene Mann in Deutschland hat neben der deutschen noch eine weitere Staatsangehörigkeit

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Ein Sechstel der 2008 geborenen Männer mit doppelter Staatsangehörigkeit

Zahlen des Statistischen Bundesamts

In Deutschland besitzt rund ein Sechstel der Männer, die ab 2026 zur Musterung müssen, neben der deutschen noch eine weitere Staatsangehörigkeit. Das geht aus Daten des Statistischen Bundesamts hervor, über die die „Welt“ berichtet. Beim Zensus zum Stichtag 15. Mai 2022 lebten 340.859 Männer mit deutschem Pass in Deutschland, die im Jahr 2008 geboren wurden. 56.693 dieser Männer hatten neben der deutschen noch eine oder mehrere weitere Staatsangehörigkeiten.

Häufigste weitere Staatsangehörigkeiten

Die wichtigsten weiteren staatsangehörigkeiten waren die türkische (14.463 Fälle), die polnische (4.141 Fälle), die italienische (3.857 Fälle) und die russische (3.691 Fälle). Weitere häufige Staatsangehörigkeiten sind Serbien (1.888 Fälle), Marokko (1.640 Fälle) und Kasachstan (1.620 Fälle). Die Zahlen könnten inzwischen höher liegen, da mit der Reform des Staatsangehörigkeitsrechts 2024 der Grundsatz der Vermeidung von Mehrstaatigkeit aufgegeben wurde.

Verfassungstreueprüfung bei Wehrdienst

Für personen, die aufgrund freiwilliger Verpflichtung erstmals in ein Wehrdienstverhältnis berufen werden sollen, ist vor Beginn des Wehrdienstverhältnisses eine unterstützte Verfassungstreueprüfung vorgesehen. Das teilte eine Sprecherin des Bundesverteidigungsministeriums der „Welt“ mit. Über die Frage, ob eine mehrstaatliche Person die Gewähr bietet, jederzeit für die freiheitlich-demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes einzutreten, entscheidet die zuständige Stelle.

Mögliche Loyalitätskonflikte und Bürokratie

Experten warnen insbesondere mit Blick auf Russland vor möglichen Loyalitätskonflikten. die Staatsangehörigkeitsreform von 2024 habe die Entstehung deutsch-russischer doppelter Staatsangehöriger stark vereinfacht. Dies könne laut Experten zu neuen bürokratischen Herausforderungen führen, da sich potenzielle Konfliktlagen multiplizieren können. Dies betreffe sowohl Sicherheitsrisiken für die Bundesrepublik als auch mögliche Loyalitätskonflikte durch Einsätze im zweiten Heimatstaat. Es wird erwartet, dass Sicherheitsrisiken nach der Musterung zur Nichtheranziehung führen könnten.

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