CSU fordert begleiteten Autoführerschein ab 16 Jahren
Die CSU setzt sich für eine Absenkung des Mindestalters für den Autoführerschein ein. Nach einem Beschlussentwurf für die bevorstehende Klausurtagung in Kloster Seeon soll das begleitete Fahren ab 16 Jahren für die fahrerlaubnisklasse B ermöglicht werden. Über das Papier berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Dienstagsausgabe).
Forderung nach EU-weiter Regelung
In dem Beschlussentwurf heißt es, die CSU wolle erreichen, „dass die EU-Mitgliedstaaten das begleitete Fahren ab 16 Jahren für die fahrerlaubnisklasse B ermöglichen“. Zudem solle die Möglichkeit geschaffen werden, „in Ausnahmefällen das alleinige Fahren ab 17 Jahren zu erlauben“. Voraussetzung dafür sei, dass die betreffenden Personen zuvor „mindestens ein Jahr im Rahmen des begleiteten Fahrens ab 16 Jahren ausreichende Fahrpraxis gesammelt haben“.
Begründung mit mehr Sicherheit durch Fahrpraxis
Zur Begründung des Vorstoßes heißt es in dem Papier unter anderem: „Mehr Fahrpraxis bedeutet mehr Sicherheit im Straßenverkehr.“ Die CSU verweist dabei auf die Einführung des Führerscheins mit 17 Jahren in Deutschland und das Modell des begleiteten Fahrens.
Aussagen von Alexander Hoffmann
Alexander Hoffmann, der in diesem Jahr erstmals als vorsitzender der CSU-Landesgruppe im Bundestag durch die Klausur in Kloster Seeon führen wird, sagte der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“: „Wir haben in Deutschland den Führerschein mit 17 eingeführt, und unser Modell des begleiteten Fahrens hat sich als großer Erfolg erwiesen. Jetzt wollen wir einen Schritt weiter gehen und das begleitete Fahren schon ab 16 Jahren möglich machen.“
Der Führerschein sei für viele junge Menschen das Ticket ins Erwachsenenleben, erklärte Hoffmann weiter. „Gerade im ländlichen Raum bedeutet er Freiheit und Teilhabe – das wollen wir früher ermöglichen.“



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