Unternehmensgruppen gewinnen in Landwirtschaft weiter an Bedeutung

Bauer mit Traktor (Archiv)
Gevita Tagesresidenz

Unternehmensgruppen gewinnen an Bedeutung in der deutschen Landwirtschaft. Laut Destatis waren 2024 etwa 5.150 landwirtschaftliche Betriebe Teil solcher Gruppen

Unternehmensgruppen in der deutschen Landwirtschaft

Neue auswertungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zeigen, dass Unternehmensgruppen eine zunehmend wichtige rolle in der deutschen Landwirtschaft spielen. Im Jahr 2024 waren rund 5.150 landwirtschaftliche Betriebe,die als juristische Personen oder personenhandelsgesellschaften geführt wurden,Teil einer Unternehmensgruppe. Dies entsprach 46 Prozent der insgesamt 11.100 Betriebe dieser Rechtsformen und zwei Prozent aller 255.010 landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland. Seit 2020 stieg die Zahl der Betriebe in Unternehmensgruppen um 38 Prozent.

Flächenbewirtschaftung und Tierbestände

Die in 3.160 Unternehmensgruppen organisierten Betriebe bewirtschafteten 2024 eine landwirtschaftlich genutzte Fläche von rund 2,22 Millionen Hektar, was 13 Prozent der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche in Deutschland entspricht. Im Jahr 2020 lag dieser Anteil bei elf Prozent. Zudem hielten diese Betriebe acht Prozent des gesamten Rinder- und 14 Prozent des gesamten Schweinebestands in Deutschland.

Regionale Unterschiede

Es bestehen deutliche regionale Unterschiede.In den westlichen Bundesländern gehörten 2024 36 Prozent der als juristische Personen oder Personenhandelsgesellschaften geführten Landwirtschaftsbetriebe einer Unternehmensgruppe an, während es in den östlichen Bundesländern 59 Prozent waren. Der Anteil dieser Betriebe an der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche lag im Westen bei einem Prozent und im Osten bei zwölf Prozent.

Entwicklung in den Bundesländern

In Brandenburg bewirtschafteten Unternehmensgruppen 516.700 Hektar, in Mecklenburg-Vorpommern 493.800 Hektar und in Sachsen-Anhalt 330.100 Hektar. Diese Bundesländer verzeichneten die größten Flächenzuwächse seit 2020. In den westlichen Bundesländern zeigte sich eine starke Dynamik, insbesondere in Nordrhein-Westfalen, wo sich die bewirtschaftete fläche nahezu verdoppelte.

Kontrolle durch nicht-landwirtschaftliche Gruppen

Im Jahr 2024 wurden 73 Prozent der Unternehmensgruppen mit landwirtschaftlichen Betrieben von einem nicht-landwirtschaftlichen Gruppenoberhaupt mit Sitz in Deutschland kontrolliert. Diese Gruppen umfassten 68 Prozent aller in Unternehmensgruppen zusammengeschlossenen Betriebe. Unternehmensgruppen mit landwirtschaftlich geprägtem Gruppenoberhaupt bewirtschafteten etwas mehr als die Hälfte der landwirtschaftlich genutzten Fläche, während die Schweinehaltung stärker bei Gruppen mit nicht-landwirtschaftlichem Oberhaupt konzentriert war.


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