Forderung nach Korrekturen an Rentenreform
Der thüringer CDU-Vorsitzende Mario Voigt hat seine Forderung nach Korrekturen an der geplanten Rentenreform bekräftigt. Laut Voigt ersetze eine Expertenkommission keine politische Entscheidung. In der deutschen Demokratie müssten Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat unterschiedliche Interessen abwägen. Begründete Einwände sollten gehört und ernsthaft diskutiert werden.
Ostdeutsche Lebenswirklichkeit berücksichtigen
Voigt betonte, dass die ostdeutsche Lebenswirklichkeit in der Debatte zu wenig berücksichtigt werde.Für viele Menschen im Osten sei die gesetzliche Rente die zentrale Säule der Altersvorsorge. Anders als in westdeutschen Biografien fehlten oft Betriebsrenten, größere Vermögen oder Erbschaften. Eine Generation, die früh gearbeitet und nach der Wiedervereinigung Umbrüche bewältigt habe, dürfe bei der Reform nicht ausgeblendet werden.
verhandlungsbereitschaft und reformbedarf
Voigt signalisiert Verhandlungsbereitschaft und betont die Notwendigkeit einer Rentenreform. Wer die Alterssicherung langfristig stabil halten wolle, müsse jetzt handeln. Der Regierungschef räumte ein, dass die aktuelle Frührente nach 45 Beitragsjahren nicht immer zielgenau wirke und Mitnahmeeffekte entstanden seien. Er schlägt vor, über Übergangsregelungen, Härtefalllösungen und eine stärkere Zielgenauigkeit zu sprechen. Eine Rentenreform müsse finanzierbar sein, Leistung anerkennen und den Zusammenhalt zwischen ost und West stärken.



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