Warnung vor phishing-Kampagne gegen Signal-Nutzer
Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) hat Politiker und Parteien vor einer laufenden phishing-kampagne gegen Nutzer des messengerdienstes Signal gewarnt.
Angriffe auf Signal-Gruppen
In einem Warnschreiben des Kölner Inlandsgeheimdienstes, das am Dienstag an die Fraktionschefs der im Bundestag vertretenen Parteien sowie deren Geschäftsstellen verschickt wurde, heißt es, dass „zahlreiche Signal-gruppen im parlamentarischen Raum derzeit von den Angreifern nahezu unbemerkt ausgelesen werden“. Das BfV berichtet von zahlreichen hochrangigen Betroffenheiten und geht von einer hohen Dunkelziffer aus.
Frühere Warnungen und Reaktionen
Bereits im Februar hatten das BfV und das bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor der Bedrohung gewarnt. Ein angeblicher „Signal Support“ fordert nutzer zur Eingabe von Daten auf.Der ehemalige BND-Vizepräsident Arndt Freytag von Loringhoven war einer der Betroffenen. Trotz mehrfacher Warnungen nehmen potenzielle Betroffene die Gefahr laut BfV noch nicht ernst genug. Der BfV-Präsident Sinan Selen empfiehlt, Sicherheitsmaßnahmen in Zusammenarbeit mit IT-Fachkräften zu überprüfen. Das BSI hat einen Handlungsleitfaden veröffentlicht.
Internationale Dimension
laut „Spiegel“ haben sich bereits zahlreiche mögliche Opfer bei den Behörden gemeldet,darunter auch Journalisten. Amerikanische und niederländische Geheimdienste machen Russland für die Angriffswelle verantwortlich.



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