Umweltminister lehnt Reiches Stromnetz-Pläne ab

Strommast (Archiv)

Ein Streit um die Stromnetz-Pläne von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) zeichnet sich in der Bundesregierung ab. Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) sieht "erheblichen Verbesserungsbedarf", wie er der "Süddeutschen Zeitung" mitteilte

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Streit um Stromnetz-Pläne in der Bundesregierung

In der Bundesregierung gibt es Uneinigkeit über die Stromnetz-Pläne von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU). Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) äußerte in der „Süddeutschen Zeitung“ erheblichen Verbesserungsbedarf. Er warnte, dass die Energiewende langsamer und teurer werden könnte, wenn das Gesetz neue Unsicherheiten schafft. Schneider betonte, dass erneuerbare Energien die günstigste Energieform seien und forderte „volle Vorfahrt“ für diese.

Details des Netzpaket-Entwurfs

Der entwurf für das sogenannte Netzpaket, der kürzlich bekannt wurde, sieht Einschränkungen für den Ökostrom-Ausbau in bestimmten Regionen vor. Netzbetreiber sollen künftig „kapazitätslimitierte“ Gegenden ausweisen dürfen, wenn die Stromerzeugung dort um mehr als drei Prozent gesenkt wurde.In diesen Gebieten dürfen neue Wind- oder Solarparks nur errichtet werden, wenn Betreiber auf Ausgleich für nicht eingespeisten Strom verzichten.

Kritik von verbänden

Ökostrom-verbände kritisieren den „Redispatch-Vorbehalt“, da er die Finanzierung neuer Projekte erschwere. Umweltverbände warnen, dass die Vorgaben den Ausbau der Windenergie behindern könnten.

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