SPD-Gesundheitspolitiker plädiert für Reduzierung der Krankenkassen

Christos Pantazis (Archiv)

In der Debatte um die Gesundheitsreform stehen strukturelle Fragen im Krankenkassensystem im Fokus. Christos Pantazis, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, warnte in der "Bild" vor einer einseitigen Lastenverteilung

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Debatte um Gesundheitsreform

In der Diskussion um die Gesundheitsreform rücken strukturelle Fragen im Krankenkassensystem in den Vordergrund. Neben möglichen Mehrbelastungen für Versicherte wird die Rolle der Krankenkassen verstärkt thematisiert.

Forderungen der SPD

Christos Pantazis, gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, äußerte in der „Bild“ Bedenken über eine einseitige Lastenverteilung. Er betonte, dass nicht nur die Versicherten, sondern auch Leistungserbringer und Krankenkassen ihren Beitrag leisten müssten. Pantazis forderte zudem, die Krankenkassen stärker in Reformüberlegungen einzubeziehen und sprach sich für eine Strukturreform im Kassensystem aus.

Reduzierung der Krankenkassen

Pantazis brachte die Idee einer deutlichen Reduzierung der Krankenkassenanzahl ins Gespräch. Er schlug vor, die Zahl auf ein halbes Dutzend bis maximal ein Dutzend große, leistungsfähige Kassen zu reduzieren, um Verwaltung effizienter zu organisieren und die Versorgung verlässlich zu steuern.

Stimmen aus der Branche

Auch innerhalb der Branche wird über Veränderungen diskutiert. Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit, erklärte, dass die Ausgaben der Krankenkassen künftig begrenzt werden. Er betonte, dass die Struktur der Kassen kein Tabu sein dürfe.Der Gesundheitsökonom Andreas Beivers von der Hochschule Fresenius wies auf die Herausforderungen bei Digitalisierung, IT-sicherheit und Behandlungsformen hin und stellte die Fähigkeit aller rund 90 Kassen in Frage, diesen Herausforderungen gerecht zu werden.

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