Jugendschutz online: Prien will mehr Unterstützung für Eltern

Junge Leute mit Smartphones (Archiv)

Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) fordert mehr Unterstützung für Eltern beim Jugendschutz online. "Medienerziehung beginnt nicht in der Schule, sondern im Alltag zu Hause", sagte Prien den Zeitungen der Funke-Mediengruppe

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Bundesfamilienministerin fordert Unterstützung für Eltern beim Jugendschutz online

Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) hat angesichts der Ergebnisse einer Expertenkommission zum Jugendschutz im Internet mehr Unterstützung für Eltern gefordert. „Medienerziehung beginnt nicht in der Schule, sondern im alltag zu Hause“, sagte Prien den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Sie betonte, dass Kinder sich daran orientieren, wie Eltern Medien nutzen und über Inhalte sprechen. Viele Eltern fühlten sich jedoch allein gelassen.

Unübersichtliche Unterstützungsangebote

Prien kritisierte, dass die Unterstützungsangebote oft unübersichtlich und nicht flächendeckend vorhanden seien, während sich die Technologien rasant weiterentwickelten. „Deshalb müssen wir Eltern nicht belehren, sondern befähigen“, erklärte die CDU-Politikerin.

Handlungsbedarf bei Medienbildung

Auch bei der Medienbildung für Kinder und Jugendliche sieht Prien Handlungsbedarf. Diese sei nicht flächendeckend gleich gut und oft vom Zufall abhängig, etwa dem persönlichen Interesse von Lehrkräften. „Für ein Thema dieser Tragweite ist das zu wenig“, sagte Prien.

Ergebnisse der Expertenkommission

Die Äußerungen der Ministerin basieren auf den zwischenergebnissen einer im herbst eingesetzten Kommission zum Jugendschutz online.Die am Montag vorgestellten Ergebnisse zeichnen ein differenziertes Bild der risiken und Chancen digitaler Medien für junge Menschen.

Risiken und Chancen digitaler Medien

die Kommission benennt Risiken wie den Zugang zu gewaltverherrlichenden oder extremistischen Inhalten, sexuelle Belästigung, Stalking, Mobbing und Identitätsdiebstahl. Problematische Mediennutzung kann zudem negative gesundheitsauswirkungen haben, wie Übergewicht, Schlafstörungen und psychische Probleme. Gleichzeitig bieten digitale Räume wichtige Möglichkeiten für Bildung, Identitätsentwicklung und gesellschaftliche Teilhabe. Besonders Heranwachsende, die queer sind oder Minderheiten angehören, profitieren von digitalen Gemeinschaften.

Prien betonte die Bedeutung geschützter Teilhabe: „Digitale Räume bieten auch große Chancen für Bildung, Identitätsentwicklung und gesellschaftliche Teilhabe.“

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