Kritik an geplanter Gesundheitsreform
Der Sozialverband Deutschland (SoVD) hat im Vorfeld der Verbändeanhörung deutliche Kritik an der geplanten Gesundheitsreform geäußert. Die SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier warnte vor Kürzungen beim Krankengeld und bezeichnete diese als „völlig unverständlich und gesellschaftlich problematisch“.
Warnung vor Mehrklassensystem
Engelmeier erklärte gegenüber der „Rheinischen Post“, dass die geplanten Kürzungen „höchst unsolidarisch“ seien und die Diskussion um eine Mehrklassensystemversorgung weiter anheizen würden. Sie bemängelte, dass der Gesetzentwurf die Balance vermissen lasse, da die GKV-Versicherten bereits jahrelange Beitragserhöhungen ertragen hätten.
Kritik an Zuzahlungen und Beitragsübernahme
Zusätzlich kritisierte Engelmeier die geplante Erhöhung der Zuzahlungen für Medikamente. Sie forderte den Bund auf, die Beiträge für Menschen in der Grundsicherung vollständig aus Steuermitteln zu finanzieren. Der Bund solle „seiner Schuldigkeit nachkommen“, so engelmeier.
Streit um Reformpläne
Bereits am Wochenende hatte der Streit um die Gesundheitsreform von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) an Fahrt aufgenommen.



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