Patientenschützer kritisiert GKV-Reform
Patientenschützer Eugen Brysch äußerte scharfe Kritik an der vom Bundeskabinett beschlossenen Reform der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Nach seinen Angaben bringt die Reform erhebliche Nachteile für die Versicherten mit sich.
Nachteile für Patienten
Brysch, Vorsitzender der Deutschen Stiftung Patientenschutz, erklärte gegenüber der Funke-Mediengruppe, dass von einem ausgewogenen Paket und einer gerechten Lastenverteilung keine Rede sein könne. „Diese Schieflage geht voll zu Lasten der Patientinnen und Patienten“,so Brysch. Er bemängelte, dass die Kürzungen nicht an die Behandlungsqualität gekoppelt seien. Die Vergütung orientiere sich weiterhin nur an der Anzahl der Arzt-Patienten-Kontakte, unabhängig davon, ob sich die Beschwerden der Patienten verbessern oder verschlechtern.
Finanzielle Auswirkungen
Brysch warnte, dass die Bundesregierung in den nächsten vier Jahren ein Defizit von 50 Milliarden Euro in die gesetzliche Krankenversicherung reißen werde. Der Bundeszuschuss werde gekürzt, und die Kosten für Bürgergeldempfänger würden nur unzureichend übernommen.
Forderung an den Bundestag
Brysch forderte den Bundestag auf, bei der Gesetzgebung massiv gegenzusteuern. Er appellierte an das Parlament, den Entwurf von Nina Warken zukunftsfähig zu machen und lars Klingbeil mit in die Verantwortung zu nehmen.



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