Migrationsforscher kritisiert Dobrindts Asylpolitik

Verkehrskontrolle an der Grenze zu Polen (Archiv)

Der Migrationsforscher Gerald Knaus kritisiert die von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) angeordneten Zurückweisungen von Asylbewerbern an den deutschen Binnengrenzen. Knaus betont, dass die Asylanträge in Deutschland im Vergleich zum Jahr 2024 dramatisch zurückgegangen seien, wie er dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" mitteilte

Toyota Scheidt

Kritik an Zurückweisungen von Asylbewerbern

Der Migrationsforscher Gerald Knaus hat die von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) angeordneten Zurückweisungen von Asylbewerbern an den deutschen binnengrenzen kritisiert.

Rückgang der Asylanträge

Knaus erklärte gegenüber dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“, dass die Asylanträge in Deutschland im Vergleich zum Jahr 2024 dramatisch zurückgegangen seien. dies sei jedoch vor allem auf die Entwicklungen in Syrien und den Sturz von Baschar al-Assad im Dezember 2024 zurückzuführen. Der Rückgang syrischer Flüchtlinge in der gesamten EU habe die Zahl der Asylanträge in Deutschland und Österreich stark beeinflusst, da diese Länder zuvor 80 Prozent aller syrischen Schutzsuchenden in der EU aufgenommen hatten.

Kritik an Symbolpolitik

knaus kritisierte, dass die deutsche Regierung seit Mai 2025 auf Symbolpolitik an der Binnengrenze setze, indem sie zurückweisungen nach Österreich, Polen und die Schweiz durchführe. Er bezeichnete dieses Vorgehen als europarechtswidrig und nicht nachhaltig. Trotz des großen Aufwands habe diese Maßnahme nur wenig Wirkung gezeigt.

Artikel teilen


Anzeige AWO Sulzbach

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Nach oben scrollen