CDU-Generalsekretär lehnt Erhöhung des Spitzensteuersatzes ab
CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hat sich gegen eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes für das untere Ende der steuergruppe ausgesprochen. In einem Interview mit dem TV-Sender „Welt“ erklärte Linnemann, dass ein Einkommen von 80.000 Euro seiner Ansicht nach nicht als reich gelte.
Finanzierungsbedarf für Entlastung
Linnemann betonte, dass zur spürbaren Entlastung kleinerer Einkommen ein Volumen von mindestens 10 Milliarden Euro erforderlich sei. Diese Summe könne jedoch nicht allein bei den oberen 5 Prozent der Steuerzahler aufgebracht werden. „10 Milliarden Euro.Wenn Sie das finanzieren über die Erhöhung der Einkommenssteuer – Herr Klingbeil sagt, über 5 Prozent, die dann 95 prozent Entlastung finanzieren – dann treffen Sie wirklich fast den ganzen Mittelstand und das gesamte Handwerk“, so Linnemann.
Gerechtigkeitsdiskussionen vermeiden
Linnemann warnte vor möglichen Gerechtigkeitsdiskussionen, die durch eine Steuererhöhung für Personen mit einem zu versteuernden einkommen von 80.000 Euro entstehen könnten. „Deswegen bin ich dagegen,dass jemand,der 80.000 Euro zu versteuern hat, dass der jetzt eine Steuererhöhung bekommt“, erklärte er. „Deswegen bin ich da vorsichtig.“
Abweichende Meinungen innerhalb der CDU
Zuletzt hatte der CDU-Finanzpolitiker Fritz Güntzler eine „moderate“ anhebung des Spitzensteuersatzes nicht ausgeschlossen, was auf unterschiedliche Ansichten innerhalb der Partei hinweist.



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