Linke kritisiert Wehrdienst-Pläne von Pistorius

Bundeswehr-Panzer (Archiv)

Die Linke kritisiert die Pläne von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) zum neuen Wehrdienst. Pistorius will im ersten Jahr 20.000 Freiwillige gewinnen. Linken-Fraktionschef Sören Pellmann sagte der „Rheinischen Post", diese Zielzahl sei derzeit nicht notwendig und mit Freiwilligkeit schwer zu erreichen

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Kritik der Linken an Wehrdienstplänen von Boris Pistorius

Der Vorsitzende der Linksfraktion ⁤im Bundestag, Sören‍ Pellmann, hat die Pläne ​von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) für einen neuen Wehrdienst kritisiert. ⁢Anlass ist ​ein Brief des ⁢Ministers an die Regierungsfraktionen,in⁣ dem Pistorius erklärt,im ersten Jahr des neuen Wehrdienstes 20.000 Freiwillige gewinnen zu wollen.

Einwände gegen ⁢Ziel von 20.000 Freiwilligen

Pellmann äußerte Zweifel an der notwendigkeit und Umsetzbarkeit dieser Vorgabe. „Mit ​dem Ziel, ⁢bis Ende des Jahres 20.000 Freiwillige für den Wehrdienst ⁣zu gewinnen, gibt Pistorius Zahlen vor, die aktuell überhaupt ​nicht notwendig und mutmaßlich mit⁣ einer Freiwilligkeit⁢ schwer erreichbar sind“, sagte er der „Rheinischen Post“ ​(Freitagausgabe). Nach seiner Einschätzung würden⁤ dadurch „die⁤ Ängste⁣ der jungen Generation weiter verstärkt“.

Forderung nach Dialog mit der Jugend

Der linken-Politiker bemängelte zudem den Umgang der Bundesregierung mit jungen Menschen in der⁣ Debatte über den Wehrdienst. Ein „Dialog mit der Jugend auf Augenhöhe“ fehle, erklärte Pellmann.Er vertrat die Auffassung,Pistorius könne mit seinem Vorgehen „schlimmstenfalls die Einführung der Wehrpflicht als ⁤vermeintlichen Sachzwang“ legitimieren.

Skepsis gegenüber Reservestärkungsgesetz

Bewertung der sicherheitspolitischen Entwicklung

Kritisch ⁣äußerte sich Pellmann auch zum geplanten Reservestärkungsgesetz von Boris Pistorius. „Schon jetzt schlittern wir zunehmend in eine Situation, in der die Grenzen zwischen​ zivilem Normalzustand und⁣ Spannungsfall immer mehr ⁤verwischen“, sagte er. Nach seiner Darstellung führen „die Vorhaben von Pistorius de facto dazu,​ dass die Bedingungen eines spannungsfalls⁣ immer weiter ausgeweitet⁣ werden“.

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