Künast findet Vater in NSDAP-Kartei

Renate Künast (Archiv)

Die frühere Bundesministerin Renate Künast (Grüne) entdeckte die NSDAP-Mitgliedschaft ihres Vaters in digitalisierten Mitgliederakten

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renate Künast entdeckt NSDAP-Mitgliedschaft ihres Vaters

Die frühere Bundesministerin Renate Künast (Grüne) hat die NSDAP-Mitgliedschaft ihres Vaters in digitalisierten Mitgliederakten entdeckt. sie nutzte ein Tool des „Spiegel“, um die Mitgliedschaft ihres Vaters Willy Künast zu überprüfen. Er trat am 1. mai 1933 der Partei bei, wenige Wochen nach der Machtübernahme.

Persönliche Reaktionen

Künast äußerte, dass die Entdeckung kein Schock war, sie jedoch seitdem beschäftigt.Sie spricht darüber mit ihrem Mann und Freunden. Auch der ältere Bruder ihres Vaters trat 1937 der NSDAP bei. Künast beschreibt die Nachkriegszeit als „Schweigekartell“ in ihrer Familie.

Weitere Politiker äußern sich

Ex-Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) überprüfte ebenfalls die NS-Vergangenheit seiner Familie. Er fand seinen Großonkel, der 1932 in die NSDAP eintrat. Lauterbach bestätigte, dass dieser nach dem Krieg entnazifiziert wurde und eine karriere bei der Polizei machte.

Bodo ramelow, Bundestagsvizepräsident und früherer Thüringer Ministerpräsident (Linke), betonte die Bedeutung der Transparenz der NSDAP-Mitgliedsakten. Er wusste bereits von der Mitgliedschaft seines großvaters und der Zugehörigkeit seiner Mutter zum Bund Deutscher Mädel. Ramelow thematisiert die Geschichte seiner Familie offen.

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