Einladung von AfD-Abgeordneten zur Münchner Sicherheitskonferenz
Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, hat die Einladung von drei Bundestagsabgeordneten der AfD zur bevorstehenden Tagung verteidigt. „Wir haben nicht die Partei eingeladen, sondern drei Fachpolitiker aus den Ausschüssen“, erklärte Ischinger gegenüber der „welt“. diese Entscheidung sei eine Rückkehr zu einer früheren Praxis, bei der Abgeordnete aus allen Parteien, einschließlich der AfD, ohne Sprecherrollen oder Auftritte eingeladen wurden.
Hintergrund der Entscheidung
Der frühere MSC-Vorsitzende Christoph Heusgen hatte in den vergangenen zwei Jahren keine Vertreter der afd eingeladen. Grund dafür war das Verhalten der Partei im Bundestag während eines Besuchs des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Ischinger bezeichnete die aktion der AfD als „schändlich“ und betonte, dass die Partei nicht in Verantwortung kommen sollte. Dennoch gehöre es zur Philosophie der MSC, ein breites Gästespektrum einzuladen, auch wenn dies manchmal unangenehm sei.
Keine Einflussnahme aus den USA
Ischinger wies darauf hin,dass es keinen Druck aus den USA gegeben habe. Der US-Vizepräsident JD Vance hatte im Vorjahr den Ausschluss der AfD kritisiert. „Wir haben das in unseren gremien sorgfältig besprochen und entschieden, zu einer Minimallösung statt kategorischem Ausschluss zurückzukehren“, sagte Ischinger. Er betonte, von den Amerikanern weder angesprochen noch unter Druck gesetzt worden zu sein.











