Kritik an Zivilschutzplänen der Bundesregierung
Der Grünen-Innenpolitiker Marcel Emmerich kritisiert die Pläne der Bundesregierung zum Ausbau des Zivilschutzes als unzureichend.
Fehlende Gesamtstrategie
Emmerich bemängelt, dass Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) zwar finanzielle Mittel verteile, jedoch keine umfassende Strategie für den Krisenfall vorlege. Eine belastbare Gesamtstrategie mit klaren Schutzzielen, definierten Krisenszenarien und konkreten Vorsorgeplänen sei notwendig.
Reformdefizite und Koordination
Dobrindt arbeite mit der Koordinierungsstelle im Innenministerium sowie der Stärkung des technischen Hilfswerks (THW) an lange aufgeschobenen reformen. Dennoch fehle ein überzeugendes Konzept für die Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Kommunen, so Emmerich.
Schutz kritischer Infrastruktur
Unklar bleibe, wie kritische Infrastruktur besser geschützt und die Bevölkerung vorbereitet werde. auch die Funktionsfähigkeit von Warnsystemen, Schutzräumen und Versorgung im Ernstfall sei unzureichend geklärt. emmerich betont, dass seine Partei bei der Reform der Schuldenbremse eine Bereichsausnahme für Verteidigungs- und Bevölkerungsschutz durchgesetzt habe, um zusätzliche 10 Milliarden Euro bereitzustellen. Der Bevölkerungsschutz dürfe sich nicht in symbolischen Maßnahmen erschöpfen.



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