Grünen-Fraktion plant Jugendforum zur stärkeren Beteiligung junger Menschen
Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen will die Anliegen junger Menschen stärker in ihre Politik einbeziehen und dazu in Kürze ein Jugendforum einsetzen. Das geht aus einem Konzeptpapier hervor, über das das Magazin „Stern“ berichtet.
Ziele und Aufgaben des geplanten Jugendforums
Institutionalisierter Austausch mit jungen Menschen
Dem Konzeptpapier zufolge soll das Jugendforum den Austausch mit jungen Menschen institutionalisieren. Politische Weichenstellungen in Fragen, die junge Menschen direkt betreffen, sollen demnach auf Gesprächen mit ihnen beruhen und nicht auf Annahmen über sie.
Als Beispiele nennt das Papier die Diskussion um ein mögliches Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche, die Debatte um die Einführung der Wehrpflicht, die Stärkung von Chancengerechtigkeit sowie einen Sozialstaat, der der jungen Generation Sicherheit gebe, dass Leistungsversprechen auch für sie gelten.
Aussagen von Misbah Khan
Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Misbah Khan,die das Papier gemeinsam mit den Bundestagsabgeordneten Denise Loop und Nyke Slawik verfasst hat,sagte dem „Stern“: Kinder und Jugendliche seien in der Gesellschaft eine Minderheit und zugleich diejenigen,auf deren Schultern die Zukunft des Landes laste. Entscheidungen über morgen dürften deshalb nicht ohne die Stimmen derer getroffen werden, die am längsten mit ihren Folgen leben würden.
Khan betonte, man wolle sicherstellen, dass junge Menschen nicht das Gefühl hätten, über ihre Köpfe hinweg werde Politik gemacht. Ihre Perspektiven sollten ernsthaft gehört, einbezogen und wirksam berücksichtigt werden.
Struktur und Arbeitsweise des Jugendforums
Laut dem Konzeptpapier soll das Jugendforum als „dauerhafte, unabhängige Beratungsstruktur“ die Grünen-Fraktion im Bundestag dabei unterstützen, politische Vorhaben aus Sicht der jungen Generation zu bewerten und zu verbessern.Geplant ist eine Zusammenarbeit mit Jugendverbänden, Initiativen und Jugendparlamenten. Zudem sollen auch Einzelpersonen einbezogen werden.Wichtig sei dabei, dass Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichsten sozialen Lebenslagen und Hintergründen gehört würden.











