Sozialverband Deutschland kritisiert geplante Grundsicherung
Der Sozialverband Deutschland (SoVD) hat vor der Entscheidung des Bundestags über die Umgestaltung des Bürgergelds zur grundsicherung scharfe Kritik am Gesetzentwurf geäußert. Die Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier bemängelte gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe insbesondere die Regelungen zu den Wohnkosten.
Qualifizierung und Altersdiskriminierung
Engelmeier kritisierte, dass die qualifizierung als Mittel zur Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt zurückgefahren werde und künftig hinter die Vermittlung in jedweden Job zurücktrete.Sie befürchtet, dass „Fordern vor Fördern“ die neue Prämisse in den Jobcentern werde. Qualifizierungsangebote seien nur noch in Ausnahmefällen und für Menschen unter 30 Jahren vorgesehen, was Engelmeier als altersdiskriminierend bezeichnete.
Schutz vulnerabler Gruppen
Der schutz vulnerabler Gruppen sei laut Engelmeier aufgrund zahlreicher Verschärfungen unzureichend. Sie kritisierte, dass die Mehrheit der berechtigten empfänger für das Fehlverhalten von weniger als einem Prozent belangt werde. Die neue Grundsicherung bestrafe somit mit der Gießkanne.


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