Sozialverband kritisiert Bürgergeld-Reform scharf

Sozialverband Deutschland (SoVD) (Archiv)

<h3>Kritik an geplanter Grundsicherung</h3> Der Sozialverband Deutschland (SoVD) hat scharfe Kritik am Gesetzentwurf zur Umgestaltung des Bürgergelds zur Grundsicherung geäußert. Die Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier erklärte gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, dass die neue Grundsicherung zahlreiche Mängel aufweise, insbesondere bei den Wohnkosten. <h4>Qualifizierung in den Hintergrund</h4> Engelmeier kritisierte zudem, dass die Qualifizierung als wichtigstes Mittel zur Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt zurückgefahren werde. Sie trete künftig hinter die Vermittlung in jedweden Job zurück

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Sozialverband Deutschland kritisiert geplante Grundsicherung

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) hat vor der Entscheidung des Bundestags über die Umgestaltung des Bürgergelds zur grundsicherung scharfe Kritik am Gesetzentwurf geäußert. Die Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier bemängelte gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe insbesondere die Regelungen zu den Wohnkosten.

Qualifizierung und Altersdiskriminierung

Engelmeier kritisierte, dass die qualifizierung als Mittel zur Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt zurückgefahren werde und künftig hinter die Vermittlung in jedweden Job zurücktrete.Sie befürchtet, dass „Fordern vor Fördern“ die neue Prämisse in den Jobcentern werde. Qualifizierungsangebote seien nur noch in Ausnahmefällen und für Menschen unter 30 Jahren vorgesehen, was Engelmeier als altersdiskriminierend bezeichnete.

Schutz vulnerabler Gruppen

Der schutz vulnerabler Gruppen sei laut Engelmeier aufgrund zahlreicher Verschärfungen unzureichend. Sie kritisierte, dass die Mehrheit der berechtigten empfänger für das Fehlverhalten von weniger als einem Prozent belangt werde. Die neue Grundsicherung bestrafe somit mit der Gießkanne.

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