Grüne sehen schwarz-grüne Koalitionen als Vorbild
Landes- und Bundespolitiker der Grünen betrachten die bestehenden Koalitionen mit der CDU in den Ländern als Vorbild für ein mögliches schwarz-grünes Bündnis auf Bundesebene. Dies berichtet der „Spiegel“.
Aussagen von Aminat Touré
Die stellvertretende schleswig-holsteinische Ministerpräsidentin Aminat Touré äußerte gegenüber dem Magazin, dass die Grünen mit der Union Reformen umsetzen könnten, die der aktuellen Koalition in Berlin nicht gelängen. Ein schwarz-grünes Bündnis solle nicht überhöht werden. Wichtig sei, dass beide Parteien die fünf drängendsten Probleme des Landes benennen und die Bevölkerung spüre, dass diese gelöst werden.
Stärkung der politischen Mitte
Der baden-württembergische Finanzminister Danyal Bayaz betonte,dass Union und grüne gemeinsam die politische Mitte stärken könnten. Die Grünen müssten sich auch im Bund als glaubwürdige Reformpartei positionieren. Ihr Anspruch sei es, bei zentralen Themen des Sozialstaats, wie Rente und Arbeitsmarktflexibilisierung, Teil der Lösung zu sein.
Zusammenarbeit in Nordrhein-Westfalen
Katharina Dröge, co-Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Bundestag, verwies auf die gute Zusammenarbeit mit der CDU in Nordrhein-Westfalen.Sie kritisierte jedoch die Merz-CDU im bund als erratisch und unzuverlässig. In NRW hingegen sei die Zusammenarbeit mit der CDU verlässlich.
Interesse der Konservativen
Dröge nahm ein gesteigertes Interesse der konservativen an den Grünen wahr. Sie betonte, dass es nicht um eine Annäherung in der Sache gehe, sondern um ein ehrliches und belastbares Verhältnis. Besonders wichtig sei der Dialog zwischen inhaltlich weit auseinanderliegenden Parteien.
Vertrauliche Gespräche
Laut „Spiegel“ trafen sich am Dienstagabend rund zwei Dutzend Bundestagsabgeordnete von Union und Grünen zu vertraulichen gesprächen in einem italienischen Restaurant in Berlin-Moabit. Neben der sogenannten Pizza-Connection hat sich eine weitere schwarz-grüne Runde jüngerer Abgeordneter gebildet.



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