Geplante Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze
Die geplante Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) könnte zu einer Wechselwelle in die private Krankenversicherung (PKV) führen. Das Gesundheitsministerium rechnet im Zuge der Reform mit einem „Abwanderungseffekt“ von etwa 100.000 bisherigen GKV-Mitgliedern, die in die PKV wechseln könnten. dies geht aus einer Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage des „Spiegel“ hervor.
Erwartete Auswirkungen
Laut der von Warken eingesetzten Finanzkommission Gesundheit lag der Wanderungssaldo von GKV-mitgliedern in die PKV zuletzt zwischen 81.000 im Jahr 2024 und 102.000 im Jahr 2025. Ein Anstieg um 100.000 weitere Wechsler durch die Reform würde diese Zahlen nahezu verdoppeln.
Hintergrund der Reform
Der Hintergrund der geplanten Reform ist eine außerplanmäßige Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze in der GKV um 300 Euro. Dieser Schritt betrifft Bezieher höherer Einkommen, die an oder über der Beitragsbemessungsgrenze verdienen. Die Zahl der betroffenen wird vom ministerium auf 5,4 Millionen geschätzt, während frühere Analysen von Ökonomen von etwa 6,3 Millionen Personen ausgingen.



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