Regierungssprecher Stefan Kornelius äußerte öffentlich Zweifel an den Zahlen von Umfrageinstituten. forsa-Gründer Manfred Güllner wies die Vorwürfe nicht vollständig zurück, verteidigte jedoch sein Institut.
Reaktion von Forsa-Gründer Manfred Güllner
Verteidigung des eigenen Instituts
Güllner sagte der dts Nachrichtenagentur in Berlin, die Kritik von Kornelius an der Arbeit „seriöser Institute“ sei unberechtigt. er forderte, der Regierungssprecher solle dem Kanzler nahelegen, die große Unzufriedenheit der Bundesbürger mit seiner bisherigen Arbeit ernst zu nehmen.
Kritik an einigen Instituten und Medien
Güllner hielt die Kritik kornelius‘ an den „mit der Realität meist nicht übereinstimmenden Datengenerierungen mancher ’schwarzen‘ Schafe in der Branche der Meinungsforscher“ und an der „unkritischen, lautstarken Verbreitung solch verzerrter Daten in einigen Medien“ für berechtigt. Er nannte keine Namen. Es sei jedoch bekannt, dass er sich über Jahre rechtliche Auseinandersetzungen mit einem kleineren Institut geliefert habe, das für reine Online-Umfragen bekannt ist.
Aussage des Regierungssprechers Stefan Kornelius
Kornelius hatte vor Journalisten in Berlin gesagt, man müsse bei vielen Umfragen infrage stellen, „wie sie vernünftig und seriös zustande kommen“. Er fügte hinzu: „keines dieser Institute, die in dieser Frequenz Umfragen auf den Tisch legen, hat die Finanzressourcen, um solche Umfragen zu machen. Also sollten wir vielleicht alle mal sehr vorsichtig mit diesem Instrument umgehen.“ Dabei gehe es nicht nur um die Zahl der Befragten.
Auslöser der Debatte
Auslöser war eine in dieser Woche veröffentlichte Forsa-Umfrage. danach fielen die Zustimmungswerte von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) auf ein neues Rekordtief von zehn Prozent. Kornelius bezeichnete umfragewerte als „momentaufnahmen“, die den Kanzler auf seinem Weg der Reformen „nicht irritieren“.
Weitere Einordnung durch Güllner
Güllner stützte diese Aussage teilweise. Er sagte der dts Nachrichtenagentur, die Politik dürfe sich „bei ihren Entscheidungen nicht in erster Linie von Mehrheitsmeinungen beeinflussen lassen, sondern muss sich an sachlichen Notwendigkeiten orientieren“. Zugleich mahnte er, die Politik solle die sich aus den Umfragen ergebenden Erkenntnisse nicht ignorieren. „Schließlich sind die Umfrageergebnisse der seriösen Institute keine Erfindung der Meinungsforscher, sondern referieren das, was die befragten Menschen den Instituten anvertrauen.“



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