EKD kritisiert geplante Asylreform
Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) äußert scharfe Kritik an der geplanten Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) durch Union und SPD.
Würde der Schutzsuchenden im Fokus
Bischof Christian Stäblein, Beauftragter der EKD für Flüchtlingsfragen, betonte gegenüber der „Rheinischen Post“, dass die Würde der Schutzsuchenden der Maßstab jeder Entscheidung sein müsse. Er verwies auf die biblische Tradition, die von einem Gott erzählt, der an der Seite derer steht, die aus Not fliehen.
Kritik an geplanten regelungen
Stäblein kritisierte, dass die geplanten Regelungen tief in das Leben von Geflüchteten eingreifen. Besonders die Unterbringung von Familien und Kindern in speziellen Einrichtungen mit starken Einschränkungen oder gar Haft widerspreche dem christlichen Menschenbild und dem Gebot der Humanität. Er hob hervor, dass Artikel 1 des Grundgesetzes, der die unantastbarkeit der Menschenwürde garantiert, für alle gleichermaßen gilt.
Unterstützung für frühere Arbeitserlaubnis
Gleichzeitig sprach sich Stäblein für die Pläne von Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) aus, Asylsuchenden eine Arbeitserlaubnis nach drei Monaten zu gewähren. Er begrüßte diese Entscheidung und betonte die Wichtigkeit der praktischen umsetzung.











