Nach der tödlichen Sturzflut in der Grenzregion zwischen Nepal und China prüft die Bundesregierung Hilfen für die Region.
Bundesregierung prüft Unterstützung
Nepal habe am Samstag spezialisierte Unterstützung angefordert, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes am Montag der dts Nachrichtenagentur. „Traurigerweise besteht insbesondere Bedarf an Geräten zur Identifizierung und Aufbewahrung von sterblichen Überresten derer, die nicht aus diesen Schlammmassen gerettet werden konnten.“ Dabei gehe es unter anderem um DNA-Testkits und Kühlmöglichkeiten. Die Bundesregierung und die Bundesländer prüften, in welchem Umfang Deutschland hier unterstützen könne.
Koordination und weitere Hilfeanfragen
Das nepalesische Finanzministerium habe die internationale Gemeinschaft zudem in den Bereichen humanitäre Hilfe und Wiederaufbau um Unterstützung gebeten. Der Sprecher sagte, dies werde in der Bundesregierung gemeinsam geprüft, insbesondere mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und mit der botschaft in Kathmandu.
Lage und Opferzahlen
Opfer und Vermisste
Die Zahl der bestätigten Todesfälle in Nepal beträgt 903. In China lag die Zahl der Todesopfer bis Sonntag bei 16. Die Zahl der Vermissten in Nepal stieg auf 4.247, darunter 592 ausländische Staatsangehörige. Am Sonntag waren noch knapp über 2.500 Personen als vermisst gemeldet worden. Auf chinesischer Seite wurden am Sonntag 546 Vermisste gemeldet. Insgesamt sind auf beiden Seiten der Grenze 919 Menschen ums Leben gekommen und 4.793 werden vermisst.
Deutsche Staatsangehörige
Die Zahl der Deutschen unter den Toten und Vermissten ist weiterhin unklar. Der Sprecher des Auswärtigen Amtes sagte, man habe Kenntnis von einigen vermissten deutschen Staatsangehörigen. genaue Angaben könne er nicht machen. Man versuche erst noch, angesichts der Fluten und der sehr weitreichenden Zerstörung ein konkretes Bild zu gewinnen. Es handele sich um ein sehr großes Gebiet. Daher bitte man um Geduld, so der Sprecher.
Rettungseinsätze
Rettungskräfte in Nepal konnten bisher über 10.000 Menschen in Sicherheit bringen.


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