Berlin und Kiew planen engere Kooperation für die Rüstungsindustrie

Katherina Reiche

Deutschland und die Ukraine intensivieren ihre Zusammenarbeit in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) kündigte nach einer Veranstaltung an, dass beide Länder zusätzliche Technologiefelder und Leuchtturmprojekte zur gemeinsamen Erforschung, Entwicklung und Produktion von Rüstungsgütern identifizieren werden

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Deutschland und Ukraine intensivieren Kooperation in Verteidigungsindustrie

Deutschland und die Ukraine haben eine engere Zusammenarbeit im Bereich der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie beschlossen. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) erklärte nach einer „roundtable“-Veranstaltung,dass zusätzliche Technologiefelder und Leuchtturmprojekte zur gemeinsamen Erforschung,entwicklung und Produktion von Rüstungsgütern identifiziert werden sollen.Dies gelte auch für Systeme, bei denen die ukrainische Industrie aufgrund des Krieges über Erfahrungs- und Technologievorsprünge verfüge.

Intensivierung des Datenaustauschs

Der Austausch von Gefechtsfelddaten soll verstärkt werden.Pistorius betonte, dass die Ukraine Technologien nicht unter Laborbedingungen, sondern direkt auf dem Gefechtsfeld entwickle. Diese Technologien würden somit unter realen bedingungen getestet und könnten in kurzen entwicklungszyklen weiterentwickelt werden.

Personelle Verstärkung und strategische Förderung

Der Militärattachéstab an der deutschen Botschaft in Kiew soll personell aufgestockt werden, um Rüstungskooperationen besser zu koordinieren. Die strategische Förderung von rüstungsindustriellen Joint-Ventures werde fortgesetzt. Pistorius erklärte, dass die gemeinsame Beschaffung von Rüstungsgütern mit europäischen Partnern über die Ukraine-Kontaktgruppe koordiniert werden soll.

Finanzielle Unterstützung und Investitionsanreize

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) betonte, dass Deutschland seine finanzielle Unterstützung für die ukraine fortsetze.Er verwies auf den Weg für einen 90-Milliarden-Euro-Kredit durch die Europäische Union, der nach den Wahlen in Ungarn möglich geworden sei.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) plant, Anreize für deutsche Kapitalgeber zu schaffen, um in ukrainische Sicherheits- und Verteidigungsunternehmen zu investieren.Eine Kontaktstelle für die deutsche Wirtschaft in der Ukraine wird erwogen. Reiche sprach von der Idee, ein deutsches Haus in Kiew als Anknüpfungspunkt für deutsche Unternehmen zu errichten.

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