Außenminister mahnt nach Drohnen-Zwischenfällen zu Ruhe

Johann Wadephul am 30.09.2025
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<h3>Außenminister ruft nach Drohnen-Zwischenfällen zur Besonnenheit auf</h3> Außenminister Johann Wadephul (CDU) hat nach mehreren mutmaßlichen Drohnen-Zwischenfällen in NATO-Ländern vor einer Überreaktion der NATO gewarnt. Wadephul erklärte gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, es sei das Ziel von Präsident Putin, Unruhe zu stiften

Außenminister warnt ⁣vor Überreaktion nach​ Drohnen-Zwischenfällen

Nach wiederholten Zwischenfällen mit mutmaßlich russischen Drohnen in NATO-Ländern⁤ hat ⁤Außenminister Johann Wadephul (CDU) vor einer‍ Überreaktion der NATO gewarnt. Wadephul betonte ‌gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, dass es das Ziel ‍von ​Präsident⁣ Putin sei, Unruhe zu stiften. Die beste Antwort darauf sei,ruhig zu ​bleiben. Bisher‍ habe⁣ die NATO sehr angemessen reagiert, eine‍ Überreaktion wäre jedoch ein ⁣Fehler.

Russland testet⁤ Reaktionen der NATO

Wadephul erklärte, dass Russland bereits in der verbalen Auseinandersetzung versuche, den Spieß umzudrehen. dies wäre umso mehr der Fall, wenn die NATO mit Waffengewalt reagieren würde. Gleichzeitig dürfe man nicht davon ausgehen, dass ‍Russland einfach ​zurückweichen werde. Russland teste derzeit, wie weit es⁣ gehen könne und welche Reaktionen es provoziere. Es handle sich‍ um ⁣Eingriffe in die Souveränität⁣ der betroffenen Staaten,‍ weshalb eine Reaktionsfähigkeit ​notwendig sei.

Ausbau der Luftverteidigung gefordert

Der ⁣Außenminister sprach sich für den Aufbau zusätzlicher‍ Fähigkeiten im Bereich der Luftverteidigung aus. Eine wirkungsvolle Abschreckung setze voraus, sich⁢ technisch entsprechend auszurüsten‍ und auch die rechtlichen Grundlagen im Inland zu schaffen, um Drohnen abwehren zu können.

Rolle der Bundeswehr und Polizei bei⁤ Drohnenabwehr

Wadephul äußerte sich zurückhaltend zu ​Plänen, der ⁣Bundeswehr mehr Befugnisse zum Abschuss von Drohnen zu geben. Nach seiner Einschätzung müsse ⁣dies‌ nicht zwangsläufig Aufgabe der Bundeswehr sein.wenn Drohnen über⁣ kritischer Infrastruktur in Deutschland ​kreisten, ​sei dies‌ zunächst eine Aufgabe der gefahrenabwehr,⁢ die auch von⁤ der Polizei übernommen werden könne. Es müsse geklärt werden, ob Landes- oder Bundespolizei zuständig sei, auf welcher rechtlichen‍ Grundlage und mit welchen technischen Mitteln gehandelt ⁣werden⁣ solle. ‌Wichtig sei,Klarheit ⁤darüber zu haben,was erlaubt und‍ möglich ⁣sei.

Besonnenheit bei Warnungen vor russischem Angriff

Mit Blick auf Warnungen vor einem kurzfristigen russischen‌ Angriff‌ riet ‍Wadephul zur Besonnenheit. Auf die ‌Frage zu Äußerungen des ukrainischen präsidenten Wolodymyr Selenskyj, ​Russland plane einen Angriff auf ein weiteres europäisches Land noch während des⁤ Ukraine-Krieges, sagte Wadephul, man rechne damit, dass Ende des Jahrzehnts die Möglichkeit eines russischen Angriffs bestehe. Die Verteidigungsanstrengungen bei ⁣Material und Personal müssten verstärkt werden,es gebe jedoch keinen‍ Anlass zur Panik.

keine Gespräche mit russischem Außenminister geplant

Wadephul betonte, dass die deutschen Nachrichtendienste jederzeit in der Lage seien, das​ militärische Verhalten Russlands zu überwachen. ‌Ein Treffen mit dem russischen Außenminister Sergei ‍Lawrow, wie‍ es​ kürzlich der US-Außenminister Marco‍ Rubio in ‌New York getan hatte, sei derzeit nicht⁣ geplant. Wadephul sehe darin aktuell ‌keinen⁢ Sinn, da kein ernsthaftes Gespräch zu erwarten sei. Die Rede Lawrows in der ⁢UN-Generalversammlung bezeichnete Wadephul als Versuch, Geschichte umzuschreiben.


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