AfD-Politiker Martin Reichardt in Erklärungsnot
Der AfD-Landesvorsitzende in Sachsen-Anhalt und Bundestagsabgeordnete Martin Reichardt steht wegen eines Fotos aus dem Jahr 2020 unter Druck. Auf dem Bild soll Reichardt im Beisein von Parteikollegen den Hitlergruß zeigen. Das Magazin „Politico“ berichtete darüber und berief sich auf zwei Augenzeugen, die die Geste als Hitlergruß identifizierten. Die AfD bestreitet dies.
Details des Vorfalls
Auf dem Foto ist auch ein Arzt und früherer AfD-Landtagskandidat zu sehen, der vor Reichardt kniet und ein Dokument in der Hand hält. Der Mann bestätigte gegenüber „Politico“, dass es sich um seinen Mitgliedsantrag für die AfD handelte. Der Antrag wurde jedoch vom damaligen Bundesvorstand abgelehnt.
Zwei Zeugen behaupten, der Mann habe reichardt mit „Mein Führer“ angesprochen, was Reichardt bestreitet.Er bestätigte die Echtheit des Fotos, erklärte jedoch, es habe sich um einen „humoresken ritterschlag“ gehandelt.
Reaktionen und Widersprüche
Ein Sprecher der afd Sachsen-Anhalt unterstützte Reichardts darstellung, dass die Geste kein Hitlergruß, sondern ein angedeuteter Ritterschlag war.“Politico“ widerspricht dieser Darstellung und verweist auf die zeitliche Abfolge: Das Foto und der Mitgliedsantrag datieren auf den 7. juni 2020, während die Ablehnung des Antrags erst später erfolgte.
Der Mann mit dem Mitgliedsantrag bezeichnete die Szene als „total lustig gemeint“ und wies den Vorwurf, Reichardt mit „Mein Führer“ angesprochen zu haben, zurück.
Politische Reaktionen
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze äußerte sich ebenfalls zu dem Vorfall. Er ist der meinung, dass auf dem Foto ein Hitlergruß zu sehen ist, und fordert Konsequenzen. Schulze kritisierte auch Hans-Thomas Tillschneider,der ebenfalls auf dem Foto zu sehen sein soll,und forderte von afd-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund klare Maßnahmen.



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