Positive Bilanz des Bundesverteidigungsministeriums zur fragebogenaktion
Das Bundesverteidigungsministerium hat fünf Monate nach dem Start der Fragebogenaktion für den neuen Wehrdienst eine „positive Bilanz“ gezogen. Insgesamt wurden 298.200 Anschreiben versendet, davon 153.200 an männliche personen und 145.000 an Personen anderen Geschlechts.
Rücklaufquote und Interesse
Von den angeschriebenen Männern haben 96 Prozent innerhalb der Frist geantwortet. Bei den verbleibenden vier Prozent wird ein Ordnungswidrigkeitsverfahren geprüft. Die Rücklaufquote bei Personen anderen Geschlechts, die nicht zur Beantwortung verpflichtet sind, liegt bei vier Prozent. Mehr als jeder fünfte Mann zeigte Interesse an einem Wehrdienstverhältnis, bei den Frauen waren es 55 Prozent.
Interesse am Wehrdienst
Von den 298.200 angeschriebenen Personen zeigten über 30.000 Männer und rund 3.200 Frauen Interesse am Wehrdienst. Bei den Männern lag das durchschnittliche Interesse auf einer Skala von 1 bis 10 bei „Fünf“. Bei den nicht männlichen Personen verteilte sich das Interesse ähnlich.
Musterungen und zukünftige Planungen
Auf Basis der Rückläufer wurden rund 1.500 Musterungen durchgeführt, weitere 600 Termine sind geplant. Rund 80 Prozent der männlichen Teilnehmer wurden wehrdienstfähig gemustert. Mehr als 530 Interessierte sind für 2026 fest eingeplant. Die Musterungen werden schrittweise ausgeweitet, um ab dem 1. Juli 2027 alle männlichen 18-Jährigen zu mustern.
Entwicklung der Personalgewinnung
Parallel zur Fragebogenaktion verzeichnete die Bundeswehr im Jahr 2026 rund 38.500 Bewerbungen und 11.000 Einstellungen, was einem Anstieg von 24 Prozent bei Bewerbungen und 13 prozent bei Neueinstellungen im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Das Verteidigungsministerium geht davon aus, die personellen Aufwuchsziele für 2026 zu erreichen.



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