Zahl der Zwangsversteigerungen legt immer schneller zu

Amtsgericht Dessau-Roßlau (Archiv)

Die Zahl der Zwangsversteigerungen von Immobilien in Deutschland steigt zunehmend

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Anstieg der Zwangsversteigerungen in Deutschland

Die Zahl der Zwangsversteigerungen von Immobilien in Deutschland nimmt weiter zu. Im ersten halbjahr 2026 wurden 7.845 Immobilien mit einem Verkehrswert von insgesamt 2,59 Milliarden Euro versteigert. Dies entspricht einem Anstieg von 8,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie aus einer Analyse des Ratinger Fachverlags Argetra hervorgeht.

Gründe für den Anstieg

Laut den Analysten verhinderten bisher viele Stundungsverfahren sowie der Verkauf von Immobilien durch Eigentümer mit Zahlungsschwierigkeiten einen stärkeren Anstieg der Zwangsversteigerungen. Diese Entwicklung scheint sich jedoch zu ändern.

Prognose für 2026

Im Jahr 2025 betrug der Anstieg der Zwangsversteigerungen im vergleich zum Vorjahr 4,7 Prozent. Sollte sich der trend des ersten Halbjahres 2026 fortsetzen, könnten im Gesamtjahr rund 15.000 immobilienobjekte zwangsversteigert werden. Dies wäre ein Anstieg um 6,5 Prozent im Vergleich zu 2025, als 14.082 Objekte betroffen waren.

Regionale Unterschiede

Die Anzahl der Zwangsversteigerungstermine pro 100.000 Haushalte variiert stark zwischen den Bundesländern. In Thüringen liegt die Zahl bei 33 Terminen, während in Bayern nur 14 Termine anberaumt wurden. Bundesweit waren im ersten Halbjahr durchschnittlich 19 von 100.000 Haushalten betroffen, im Vorjahr waren es 18.

Art der versteigerten Immobilien

Etwa 70 Prozent der zwangsversteigerten Objekte sind Wohnimmobilien, wobei Ein- und Zweifamilienhäuser den größten Anteil ausmachen, gefolgt von Eigentumswohnungen.Die restlichen 30 Prozent entfallen auf Gewerbegrundstücke, Wohn- und Geschäftshäuser, Grundstücke und sonstige Immobilien.

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