EU-Strukturfördermittel stärken Wachstum in strukturschwachen Regionen
Eine Studie der Dresdner Niederlassung des Ifo-Instituts zeigt, dass die Strukturfördermittel der EU das Wachstum in strukturschwachen Regionen erheblich gefördert haben. Joachim Ragnitz, stellvertretender Leiter der Ifo-Niederlassung, erklärte: „Unsere Berechnungen zeigen, dass ein euro EU-Förderung langfristig zu zwei Euro zusätzlichem Bruttoinlandsprodukt führte.“ Besonders die Förderung von Forschung, Wissenstransfer und Innovation habe sich positiv ausgewirkt.
Förderperiode 2014-2020
Deutschland erhielt in der Förderperiode 2014 bis 2020 fast 21 Milliarden Euro an strukturfördermitteln von der Europäischen Union. Fast zwei Drittel dieser mittel kamen den strukturschwächeren Regionen in Ostdeutschland zugute, die nach EU-Kriterien als besonders förderwürdig gelten. Die geförderten Gesamtinvestitionen betrugen hier rund 700 Euro je Einwohner, während es in Westdeutschland etwa 150 Euro je Einwohner waren. Ohne diese Unterstützung wären die öffentlichen Investitionen in Ostdeutschland deutlich geringer ausgefallen. auch kleine und mittlere Unternehmen profitierten von den Förderprogrammen.
Warnung vor Kürzungen
Ragnitz betonte die Bedeutung der EU-Förderung angesichts der laufenden Verhandlungen um den EU-Finanzrahmen 2028 bis 2034. Er warnte: „Eine Einschränkung der EU-Förderung könnte gravierende negative Wirkungen haben.“ Besonders die klamme Finanzlage der ostdeutschen Länder und Kommunen mache die EU-Mittel unverzichtbar für Investitionen in Infrastruktur und wachstumsstärkende Projekte.



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